Inhalt

  • 1. Einleitung und Kurzbeschreibung

    Einleitung

    Das Regionalfile der Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien 1975 – 2019 (im Folgenden SIAB-R 7519) ist ein faktisch anonymisiertes1 Scientific Use File (SUF) der Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien 1975 – 2019 (SIAB 7519)2. Das Regionalfile als spezifischer Typ von SUFs zeichnet sich durch die Erhaltung einer vergleichsweise tiefen regionalen Gliederung der Daten aus, bietet jedoch im Vergleich zur schwach anonymisierten Ausgangsdatei aus datenschutzrechtlichen Gründen lediglich ein eingeschränkteres Merkmalsspektrum auf Personen- bzw. Betriebsebene.
    Die Ausgangsdatei für das SIAB-R 7519 bildet die schwach anonymisierte Version der SIAB 7519, eine 2%-Stichprobe aus der Grundgesamtheit der Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die IEB enthalten Daten zu allen Personen, die im Beobachtungszeitraum mindestens einmal einen der folgenden Zustände aufweisen:

    • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland (erfasst ab 1975),
    • geringfügige Beschäftigung in Deutschland (erfasst ab 1999),
    • Bezug von Leistungen nach dem Rechtskreis SGB III (erfasst ab 1975) oder SGB II (erfasst ab 2005),
    • bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. den Grundsicherungsträgern als arbeitsuchend gemeldet (erfasst ab 1997),
    • Teilnahme an arbeitsmarktpolitischer Maßnahme (erfasst ab 2000).

    Diese aus unterschiedlichen Datenquellen stammenden Informationen werden in den IEB zusammengeführt und tagesgenau abgebildet.
    Während die Beschäftigtenhistorik (BeH) Ursprung der Informationen zu sozialversicherungspflichtiger und geringfügiger Beschäftigung ist, wird der Bezug von Leistungen nach den Rechtskreisen des SGB III und des SGB II in der Leistungsempfängerhistorik (LeH) bzw. in der Leistungshistorik Grundsicherung (LHG) erfasst. Die Arbeitsuchendenhistoriken (ASU und XASU) stellen die Datenquelle für die durch die BA bzw. die durch die kommunalen Grundsicherungsträger erfassten Zeiten der Arbeitsuche dar, während die Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den Maßnahmeteilnahmehistoriken (MTH und XMTH) erfasst wird.
    Das SIAB-R wird im Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im IAB produziert. Der Datensatz umfasst die Erwerbsverläufe von 1.893.291 Individuen, deren Erwerbsbiografien in insgesamt 66.692.335 Datenzeilen dokumentiert sind. Der vorliegende Datenreport beschreibt die Erstellung des SIAB Regionalfiles sowie die im SUF enthaltenen Merkmale.
    Dieser Datenreport gliedert sich wie folgt: Neben der Einleitung enthält Kapitel 1 unter anderem Informationen zum Datenzugang sowie eine Kurzbeschreibung der Daten, das Mengengerüst und eine Merkmalsliste. Eine Beschreibung der einzelnen Datenquellen findet sich in Kapitel 2. Die Datenaufbereitung sowie das Anonymisierungskonzept des SUFs werden in Kapitel 3 diskutiert. Die Datenqualität wird in Kapitel 4 diskutiert, und die einzelnen Merkmale werden in Kapitel 5 dargestellt.

    Datenzugang

    Das SIAB-R 7519 wird auf Antrag Forscherinnen und Forschern zeitlich begrenzt für die Durchführung eines inhaltlich festgelegten Projekts zur Verarbeitung in Räumen ihrer Forschungseinrichtung zur Verfügung gestellt (§282 Abs. 7 SGB III). Für die Datennutzung ist zunächst ein Projektantrag beim FDZ einzureichen. Nach Genehmigung durch das FDZ wird ein projektspezifischer Nutzungsvertrag mit der wissenschaftlichen Einrichtung der Forschenden geschlossen. Details zu verschiedenen Datenzugangswegen, zu den Voraussetzungen der Datennutzung sowie zur Beantragung des Datensatzes können der FDZ-Website unter http://fdz.iab.de entnommen werden.

    Veränderungen zum SIAB Regionalfile 7517

    Merkmalskanon

    Die Angaben zum Arbeitsort - Kreisregion (ao_region) und zum Pendlerstatus (pendler) für die Beschäftigtendaten werden ab Version SIAB-R 7519 mit Gültigkeit zum Beginn der Originalepisode und nicht mehr mit Gültigkeit zum 31.12. des jeweiligen Jahres zugespielt (siehe Abschnitte 5.6.1 und 5.6.2.).
    Im Original-Merkmal, das der Variable „grund_gr“ zugrunde liegt, kamen neue Ausprägungen für die Quelle LeH dazu, diese werden in „grund_gr“ der Kategorie 27 (sonstige Gründe) zugeordnet. Damit treten im SIAB-R 7519 deutlich mehr Beobachtungen in dieser Kategorie und weniger fehlende Angaben auf als in der Version SIAB-R 7517.
    Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Änderungen im Merkmalskanon über alle Quellen hinweg.

    Tabelle 1: Änderungen des Merkmalskanons

    Merkmal Erläuterung
    Arbeitsort - Kreisregion (ao_region) und Pendlerstatus (pendler) Für Beschäftigtendaten ab Version SIAB-R 7519 mit Gültigkeit zum Beginn der Originalepisode zugespielt

    Datendokumentation

    Im vorliegenden Datenreport wurden die Beschreibungen für folgende Merkmale überarbeitet bzw. ergänzt:

    • Ausbildung (ausbildung_gr)
    • Ausbildung, imputiert (ausbildung_imp)
    • Schulausbildung (schule)
    • Beruf – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 1988) (beruf_gr)
    • Berufsgruppe – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 2010) (beruf2010_gr)
    • Anforderungsniveau – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 2010) (niveau)
    • Teilzeit (teilzeit)
    • Erwerbsstatus (erwstat_gr)
    • Gleitzone (gleitz)
    • Leiharbeit (leih)
    • Befristung (befrist)
    • Abmeldegrund/Abgabegrund/Beendigungsgrund (grund_gr)
    • Dauer der Arbeitslosigkeit (alo_dau)
    • Pendlerstatus (pendler)

    Anonymisierung

    Es wurde versucht, die Anonymisierung möglichst konsistent zur Vorgängerversion durchzuführen. Dennoch war es an einigen Stellen nötig, abweichende Zusammenfassungen und Löschungen vorzunehmen. Insbesondere bei den Variablen „ausbildung_gr“ und „ao_region“ bitten wir Nutzerinnen und Nutzer der alten Datensatzversionen, sich mit den Änderungen vertraut zu machen.
    Bei „ao_region“ wurden folgende Anpassungen vorgenommen:

    • Nicht mehr mit anderen Kreisen zusammen ausgewiesen werden:
      • Kaiserslautern, kr.f. Stadt (7312)
      • Miesbach (9182)
      • Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim (9575)
    • neue Zusammenfassungen:
      • Frankenthal (Pfalz), kr.f. Stadt/Speyer, kr.f. Stadt (7311, 7318) werden mit Ludwigshafen am Rhein, Stadt (7314) zusammengefasst anstatt mit Rhein-Pfalz-Kreis (7338)
      • Spree-Neisse/ Cottbus, Stadt (1207, 12052) werden zusammengefasst.

     

    Steckbrief

    Tabelle 2: Steckbrief

    Themen/ Merkmalsgruppen

    Beschäftigtenhistorik (BeH):
    Jahres- und Abmeldungen zur Sozialversicherung für sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte
    Leistungsempfängerhistorik (LeH):
    Informationen zu Leistungsbezug nach SGB III für Bezieher von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Unterhaltsgeld
    Leistungshistorik Grundsicherung (LHG):
    Daten zu Personen, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach SGB II beziehen (Trägerarten: ARGE/gemeinsame Einrichtungen, getrennte Trägerschaft/getrennte Aufgabenwahrnehmung, zugelassene kommunale Träger)
    Arbeitsuchendenhistorik (ASU) sowie aus XSozial-BA-SGB II (XASU):
    Informationen zur Arbeitsuche (Bewerberangebote) inklusive Informationen zur Arbeitsuche, die über den Übermittlungsstandard XSozial-BA-SGB II von zugelassenen kommunalen Trägern oder getrennten Trägern an die BA gemeldet werden.
    Maßnahmeteilnahmehistorik (MTH) sowie aus XSozial-BA-SGB II (XMTH):
    Informationen zu Teilnahmen an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung inklusive Maßnahmen zur Eingliederung, die über den Übermittlungsstandard XSozial-BA-SGB II von zugelassenen kommunalen Trägern an die BA gemeldet werden.

    Untersuchungs-einheit Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (ab 1999 auch geringfügig Beschäftigte), Leistungsempfänger, Arbeitsuchende, Maßnahmeteilnehmer, Beschäftigungsbetriebe
    Fallzahlen

    1.893.292 Personen
    49.163.398 Originalsätze
    66.692.335 überschneidungsfreie Sätze (nach Episodensplitting)

    Zeitraum

    Der Zeitraum hängt von der Datenquelle ab.

    BeH: 01.01.1975 - 31.12.2019 (bis 2016: 36-Monats-Datei, 2017 und 2018: 18-Monats-Datei, 2019: 6-Monats-Datei)

    LeH: 01.01.1975 - 31.12.2019

    ASU: 01.01.1997 - 31.12.2019

    LHG: 01.01.2007 - 31.12.2019

    XASU: 01.01.2007 - 31.12.2019

    MTH: 01.01.2000 - 31.12.2019

    XMTH: 01.01.2007 - 31.12.2019 

    Zeitbezug Tagesgenau
    Regionale Gliederung 328 kreisfreie Städte/Landkreise bzw. Kreisregionen auf Basis des Arbeitsorts, kategoriales Merkmal zum Pendlerstatus/Wohnort
    Gebietsstand Gebietsstandsbereinigt zum 31.12.2019
    Erhebungsdesign 2% Zufallsstichprobe
    Beteiligte Institutionen Sozialversicherungsträger, Bundesagentur für Arbeit, kommunale Träger
    Frequenz der Datensammlung Laufend
    Dateiformat/ -größe Stata: 3,3 GB; SPSS: 5,3 GB
    Datenzugang Übermittlung der Daten ausschließlich an öffentliche Forschungseinrichtungen bzw. Einrichtungen, die nachweislich unabhängige wissenschaftliche Forschung betreiben.
    Anonymisie-rungsgrad Faktisch anonyme Daten (Scientific Use File)
    Bereinigungen - Kurzbeschreibung Die Daten des SIAB-R 7519 durchlaufen nach der Ziehung aus den IEB weitere Aufbereitungs- und Anonymisierungsschritte wie Umkodierungen einzelner Merkmale, Vergröberungen bzw. auch Löschungen von Variablen und Zeiträumen..
    Zitierung der Daten und Daten-dokumentation

    Daten:
    „Die Datengrundlage dieses Beitrags bildet die faktisch anonymisierte Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien des IAB (Version 1975 – 2019). Der Datenzugang erfolgte über ein Scientific Use File, das über das Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zur Verfügung gestellt wurde."
    DOI: 10.5164/IAB.SIAB-R7519.de.en.v1
    Datendokumentation:
    Frodermann, Corinna; Ganzer, Andreas; Schmucker, Alexandra; vom Berge, Philipp (2021): Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien Regionalfile (SIAB-R) 1975 - 2019. FDZ-Datenreport, 05/2021 (de), Nürnberg.
    DOI: 10.5164/IAB.FDZD.2105.de.v1

    Datensatzversion

    Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien Regionalfile (SIAB-R) – Version 7519 v1;
    DOI: 10.5164/IAB.SIAB-R7519.de.en.v1

     Merkmalsliste

    Die Merkmalsübersicht in Tabelle 4 listet die Variablennamen und die längeren Merkmalsbezeichnungen auf. Weiterhin bietet sie eine Übersicht darüber, ob und wie gut Merkmale in den einzelnen Datenquellen gefüllt sind. Tabelle 3 macht die Bedeutung der Schattierungen deutlich, die in Tabelle 4 den Füllgrad pro Merkmal und Quelle angeben.
    Beispiel: Das Merkmal „Tagesentgelt bzw. täglicher Leistungssatz“ ist nur für BeH- und LeH-Sätze gefüllt. Die Sätze der anderen Datenquellen enthalten in dieser Variablen den Missing-Wert „.n“.
    Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass einige Merkmale je nach Datenquelle unterschiedliche Inhalte haben. So enthält der Erwerbsstatus für BeH-Sätze die Personengruppe des Meldeverfahrens, für LeH-Sätze die Leistungsart, für LHG-Sätze den Status SGB II, für ASU- bzw. XASU-Sätze den Arbeitsuche-Status und für MTH- bzw. XMTH-Sätze die Maßnahmekategorie. Nicht bei jedem Merkmal sind diese Unterschiede direkt aus dem Variablennamen ersichtlich.

    Tabelle 3:  Füllgrad der Merkmale

     

    Merkmal ist für die Quelle gefüllt.

    Füllgrad > 0,85

     

    Merkmal ist für die Quelle gefüllt.

    Niedriger bzw. wechselnder Füllgrad, siehe Merkmalsbeschreibung und Häufigkeitsauszählung

     

    Merkmal ist für diese Quelle nicht gefüllt.

    Füllgrad < 0,05

    Tabelle 4:  Merkmalsliste mit Füllgrad

     Merkmalsliste BeH LeH LHG (X)ASU (X)MTH
     Identifikatoren          

    Systemfreie Personennummer (persnr)

             

    Betriebsnummernzähler (bnn)

             

    Generierte technische Merkmale

             

    Satzzähler pro Konto (spell)

             

    Quelle des Satzes (quelle_gr)

             

    Gültigkeitszeitraum

             

    Beginndatum Originalbeobachtung (begorig)

             

    Enddatum Originalbeobachtung (endorig)

             

    Beginndatum Episode (begepi)

             

    Enddatum Episode (endepi)

             

    Informationen zur Person

             

    Geschlecht (frau)

             

    Geburtsjahr (gebjahr)

             

    Staatsangehörigkeit (deutsch)

             

    Ausbildung (ausbildung_gr)

             

    Ausbildung, imputiert (ausbildung_imp)

             

    Schulausbildung (schule)

             

    Informationen zu Beschäftigung, Leistungsbezug und Arbeitsuche

             

    Tagesentgelt/ täglicher Leistungssatz (tentgelt_gr)

             

    Beruf – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 1988) (beruf_gr)

             

    Berufsgruppe – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 2010) (beruf2010_gr)

             

    Anforderungsniveau – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 2010) (niveau)

             

    Teilzeit (teilzeit)

             

    Stellung im Beruf und Arbeitszeit (stib)

             

    Erwerbsstatus (erwstat_gr)

             

    Gleitzone (gleitz)

             

    Leiharbeit (leih)

             

    Befristung (befrist)

             

    Abmeldegrund/Abgabegrund/Beendigungsgrund (grund_gr)

             

    Tage in Beschäftigung vor dem Alter von 17 (tage_jung)

             

    Tage in Beschäftigung nach dem Alter von 62 (tage_alt)

             

    Dauer der Arbeitslosigkeit (alo_dau)

             

    Ortsangaben

             

    Arbeitsort - Kreisregion (ao_region)

             

    Pendlerstatus (pendler)

             

    Betriebsmerkmale

             

    w08_3 vervollständigt durch Extrapolation/Imputation (w08_gen_gr)

             

    Mengengerüst

    Tabelle 5:  Mengengerüst

    Fallzahlen vor Episodensplitting nach Episodensplitting
    BeH 35.103.697 41.146.350
    LeH 4.307.039 6.529.428
    LHG 1.703.746 4.857.391
    (X)MTH 1.114.667 1.950.337
    (X)ASU 6.934.249 12.208.829
    Sätze insgesamt 49.163.398 66.692.335
    Personen 1.893.292 1.893.292

    __________________________________________________________________________________
     
    1 Zum Konzept der faktischen Anonymität siehe Abschnitt 3.4.
    2 Für die schwach anonymisierte Version SIAB 7519 siehe Frodermann et al. (2021).

  • 2. Datenquellen

    Die administrativen Personendaten werden aus den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB gezogen. Diese vereinen Daten aus verschiedenen Datenquellen, die jeweils Informationen aus unterschiedlichen EDV-Verfahren enthalten können. Zusätzlich werden einige ergänzende Merkmale aus diesen Datenquellen in die administrativen Personendaten aufgenommen, die nicht Teil der IEB sind. Abbildung 1 veranschaulicht die Datenflüsse, die zur SIAB führen und stellt deren Beziehung zu anderen Datenprodukten des FDZ dar.

    Abbildung 1: Quellen der SIAB

    Abbildung 1 zeigt die Datenquellen sowie die durch das IAB daraus generierten Daten und zuletzt die Daten, die vom FDZ erstellt und bereitgestellt werden. Die Datenquellen umfassen Meldungen zur Sozialversicherung und Daten aus dem Geschäftsprozess der Bundesagentur für Arbeit. Aus den Meldungen zur Sozialversicherung wird am IAB die Beschäftigten-Historik, die BeH erstellt, woraus wiederum das Betriebshistorik-Panel, kurz BHP, generiert wird. Das BHP ist ein am FDZ zur Datennutzung erhältliches Datenprodukt. Aus den Daten aus dem Geschäftsprozess der BA werden folgende Datenauszüge am IAB erstellt: Die Leistungsempfängerhistorik, kurz LeH, die Leistungshistorik Grundsicherung, kurz LHG, die Arbeitsuchendenhistoriken, kurz ASU und XASU, sowie die Maßnahmeteilnahmehistoriken, kurz MTH und XMTH. Diese vier IAB-Datenprodukte werden zusammen mit den BeH-Daten in den Integrierten Erwerbsbiographien, kurz IEB, zusammengefasst. Aus der IEB und dem BHP wird schließlich das finale Datenprodukt erzeugt, die Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiographien, kurz SIAB, welches am FDZ zur Datennutzung erhältlich ist.

    Beschäftigtenhistorik (BeH)

    Die Quelle für Informationen über Beschäftigung ist die Beschäftigtenhistorik (BeH) des IAB. Die Grundlage der Daten ist das mit Wirkung vom 01.01.1973 eingeführte (und seit dem 01.01.1991 auf Ostdeutschland ausgedehnte) integrierte Meldeverfahren zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (DEÜV; früher DEVO/DÜVO; vgl. für weitere Details: Bender et al., 1996, S. 4ff.; Wermter/Cramer, 1988). Es verlangt von den Arbeitgebern, mindestens einmal jährlich Meldungen für alle sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an die zuständigen Sozialversicherungsträger abzugeben. Die BeH erfasst alle Arbeiterinnen und Arbeiter und Angestellten sowie alle Auszubildenden, soweit sie nicht von der Sozialversicherungspflicht befreit sind. Dies bedeutet, dass verbeamtete und selbstständige Tätigkeiten sowie Studierende3 (vgl. Cramer, 1985) grundsätzlich nicht in der BeH erfasst werden. Seit der Änderung des Meldeverfahrens zum 01.01.1999 werden auch geringfügig Beschäftigte und mithelfende Familienangehörige erfasst (enthalten erst ab 01.04.1999). Die Daten werden von den Krankenkassen aufgenommen, von der Bundesagentur für Arbeit gesammelt und aufbereitet und anschließend vom IAB in dessen Historikdatei integriert.

    Die Merkmale des SIAB-R 7519, die sich auf Betriebe beziehen, werden dem Betriebs-Historik-Panel (BHP, vgl. Ganzer et al. 2020) entnommen, das ebenso auf der BeH basiert. Im SUF enthalten sind dabei folgende auf dem BHP basierende und angepasste Merkmale:

    • „Arbeitsort – Kreisregion“ (ao_region)
    • „Wirtschaftszweig w08_3 vervollständigt durch Extrapolation/Imputation“ (w08_gen_gr)

    Zwei Dinge müssen bei beiden Betriebsinformationen berücksichtigt werden:

    1. Die Merkmale zu den Betrieben werden zum 30.6. eines Jahres erfasst und auf Basis der Personendaten für die entsprechende Betriebsnummer aggregiert. Die Betriebsmerkmale sind deshalb im Unterschied zu den Personenangaben keine zeitraumbezogenen Daten, sondern nur am 30.6. jedes Jahres exakt gültig.4
    2. Zum anderen wird das BHP direkt aus der BeH erstellt, die SIAB Personen-Datei jedoch aus den IEB (siehe Abbildung 1), in die nicht alle Datensätze der BeH übernommen werden.

    Leistungsempfängerhistorik (LeH)

    Die Leistungsempfängerhistorik (LeH) erfasst Zeiträume, in denen Personen Lohnersatzleistungen der Bundesagentur für Arbeit beziehen (Rechtskreis SGB III). Die Leistungen beinhalten Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld und von der Bundesagentur für Arbeit übernommene Beiträge zur privaten Kranken- bzw. Pflegeversicherung während des Leistungsbezugs. Leistungen nach dem Rechtskreis SGB II (z.B. Arbeitslosengeld II) sind nicht enthalten. Da der Leistungsanspruch von der Erfüllung gesetzlicher Voraussetzungen abhängt, werden Arbeitslosigkeitsperioden, in denen die Voraussetzungen nicht vorliegen (z.B. fehlende Bedürftigkeit im Falle der Arbeitslosenhilfe oder Nichterfüllung der Anwartschaftszeit beim Arbeitslosengeld) nicht in der Leistungsempfängerhistorik erfasst. Der linke Datenrand der LeH ist der 01.01.1975.

    Leistungshistorik Grundsicherung (LHG)

    Die Leistungshistorik Grundsicherung (LHG) enthält Informationen zu erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, ihren Bedarfsgemeinschaftsmitgliedern nach § 7 SGB II und besonderen Personen im Umfeld einer Bedarfsgemeinschaft. Eine Verknüpfung von Individuen mit SGB-II-Leistungsbezug innerhalb von Bedarfsgemeinschaften ist in der SIAB jedoch nicht möglich. Leistungsbezug nach SGB II umfasst sowohl Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (z.B. ALG II), wie auch Zuschläge zum ALG II oder auch zusätzliche Leistungen. Die LHG enthält jedoch keine Angaben zu den jeweiligen Leistungssätzen. Da die Ermittlung der Höhe des Leistungsbezugs in der Grundsicherung nicht auf individueller Ebene erfolgt, sondern auf der Ebene von Bedarfsgemeinschaften, ist die Zuweisung eines individuellen Leistungssatzes problematisch. Daher enthält auch die SIAB keine Angaben zur Höhe des SGB-II-Leistungsbezugs.
    Im Gegensatz zu den Leistungen aus dem Rechtskreis des SGB III ist die Bundesagentur für Arbeit nicht alleiniger Träger der Leistungen. Es wird demnach unterschieden nach den drei möglichen Trägerarten:

    • Arbeitsgemeinschaften (ARGEn, bis 2010)/gemeinsame Einrichtungen (ab 2011) aus gemeinsamer Aufgabenwahrnehmung von BA und Kommune,
    • Getrennte Trägerschaft (gT)/getrennte Aufgabenwahrnehmung (bis 2011) – hier besteht eine Aufgabenteilung zwischen BA und Kommune5,
    • Zugelassene kommunale Träger, die nach der anfänglichen Experimentierklausel des § 6a auch als optierende Kommunen oder Optionskommunen bezeichnet werden – hier übernimmt die Kommune alle Aufgaben aus dem Bereich des SGB II.

    Die Daten der LHG stammen aus verschiedenen Meldeverfahren. In der Regel findet das IT-Verfahren A2LL bis 2010 bei ARGEn und ab 2011 bei gemeinsamen Einrichtungen Verwendung.6 Zugelassene kommunale Träger verwenden verschiedene eigene IT-Verfahren und übermitteln ihre Daten mittels des Standards XSozial-BA-SGB II einmal monatlich an die Bundesagentur für Arbeit. Bei Kommunen mit getrennter Trägerschaft kommen beide Verfahren zum Einsatz. Die unterschiedlichen Datenstandards haben Auswirkungen auf Umfang und Qualität der gelieferten Daten.
    Der linke Datenrand der LHG ist der 01.01.2005. Die Datenquelle ist jedoch bis Anfang 2007 lückenhaft (siehe Kapitel 4).

    Arbeitsuchendenhistoriken (ASU/XASU)

    Daten über Arbeitsuchende werden in den Arbeitsuchendenhistoriken (ASU und XASU) gespeichert. Die Quelle ASU enthält Informationen zu Arbeitsuchenden, welche bei Arbeitsagenturen verzeichnet sind, ab 2005 auch solche, die bei Arbeitsgemeinschaften und getrennten Trägerschaften gemeldet sind. In der Quelle XASU sind ab 2005 die Daten von arbeitsuchenden Personen im ALG-II-Bezug von zugelassenen kommunalen Trägern enthalten, welche nach dem XSozial-Standard konsolidiert gemeldet werden. Der linke Datenrand der ASU ist der 01.01.1997, der der XASU ist der 01.01.2005.

    Maßnahmeteilnahmehistoriken (MTH/XMTH)

    Die Maßnahmeteilnahmehistoriken (MTH) enthalten Informationen, die verschiedenen Rechtskreisen zugeordnet werden können. Zum einen sind Maßnahmen und Maßnahmeteilnahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung nach dem SGB III enthalten. Zum anderen beinhalten die MTH Maßnahmen aus dem Rechtskreis SGB II, wenn diese in Verfahren der BA erfasst werden. In der Quelle XMTH sind ab 2005 Maßnahmen der zugelassenen kommunalen Träger bzw. optierenden Kommunen geführt. Der linke Datenrand der MTH ist der 01.01.2000, der der XMTH ist der 01.01.2005.


     


    3 Studierende können dennoch in der BeH erscheinen, wenn sie parallel zum Studium z.B. geringfügig beschäftigt waren.

    4 Extrembeispiel: Es liegen Beschäftigungsmeldungen vom 1.1. bis zum 30.05.2006 vor, der Betrieb meldet jedoch Konkurs an, weshalb alle Beschäftigten entlassen werden. Dann gibt es im BHP zu diesem Betrieb für 2006 keine Informationen.

    5 Die Kommune übernimmt die Kosten der Unterkunft und Heizung (§ 22 SGB II) sowie die abweichend zu erbringenden Leistun-gen (§ 23 (3) SGB II) und die flankierenden Leistungen nach §16 (2) Satz 2 Nr. 1 - 4 SGB II. Von der BA werden dagegen Regelleis-tungen, Sozialversicherungsbeiträge und Eingliederungs-leistungen (SGB III und SGB II) sowie spezifische Leistungen ohne die oben genannten flankierenden Leistungen erbracht.

    6 2014 wurde A2LL sukzessive durch ALLEGRO als neues IT-Verfahren für die Grundsicherung im SGB II in gemeinsamen Einrich-tungen ersetzt.

     

  • 3. Datenaufbereitung und Stichprobenziehung

    Bereinigungen und Aufbereitungen

    Bevor die Daten aus den in Kapitel 2 genannten Quellen zur IEB zusammengefügt werden, durchlaufen sie quellenspezifische Bereinigungsverfahren (siehe Folgeabschnitte). Die Gesamt-IEB erfahren die folgenden Bereinigungen:

    • Sätze, bei denen das Alter an ihrem Ende kleiner 13 oder zu Beginn größer 75 ist, werden gelöscht.
    • Datensätze, bei denen das Enddatum kleiner als das Beginndatum ist, werden gelöscht.
    • Widersprüchliche Angaben zu Geschlecht oder Geburtsdatum innerhalb eines Kontos werden bereinigt.
    • Datensätze ohne Angabe von Geburtsdatum und Geschlecht nach Bereinigung werden gelöscht.
      Weitergehende Bereinigungen, wie z.B. das Ergänzen von vermutlich fehlenden Meldungen, Streikbereinigungen, etc., erfolgen in der IEB nicht. Weitere Änderungen werden bei der Erstellung des SIAB-R durchgeführt um den Datenschutz zu gewährleisten. Diese Änderungen werden in Abschnitt 3.4 beschrieben.

    Beschäftigtenhistorik (BeH)

    • Um einen im Zeitablauf möglichst konstanten Personenkreis zu erfassen, werden einige Personengruppen ausgeschlossen, deren Daten nicht für den gesamten Beobachtungszeitraum zur Verfügung stehen. Ab dem Meldejahr 2011 stammen die Daten der BeH aus neu konzipierten Quelldaten. Dadurch wurde eine Reihe von Personengruppen reaktiviert bzw. neu eingeführt, da sie von der BA-Statistik als sozialversicherungspflichtig eingestuft werden. Damit sind fortan die Personengruppen 101 - 107, 111 - 114, 118, 119, 120, 140, 141, 142, 143, 149, 201 und 203 - 205 enthalten sowie die beiden Gruppen 109 und 209, die geringfügig Beschäftigte kennzeichnen. Nicht enthalten sind unter anderem kurzfristig Beschäftigte, d. h. Personengruppen 110, 202 und 210.
    • Die Personengruppen 123, 124 und 127 wurden ab 2011 neu eingeführt.
    • Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden die Personengruppen 107, 111, 113, 114, 127 und 204 zur Personengruppe "Sonstige Erwerbstätige“ (599) zusammengefasst.
    • Ab dem Meldejahr 2012 wurden Auszubildende mit den Personengruppen 121 und 122 neu aufgenommen.
    • Sätze mit fehlendem Entgelt sowie der Ausprägung 101 beim Merkmal „Erwerbsstatus“ und dem Wert 50 beim Abgabegrund (Jahresmeldung) werden nicht in die IEB übernommen.
    • Geschlecht und Geburtsdatum werden aus dem Data Warehouse (DWH) der Statistik der BA übernommen. Dort liegen diese Angaben quellenübergreifend harmonisiert vor.
    • Der Gebietsstand für Arbeitsort und Wohnort entspricht dem 31.12.2019.

    Leistungsempfängerhistorik (LeH)

    • Sätze ohne gültiges Beginndatum wurden ausgeschlossen.
    • Liegt das Enddatum bei Bezug von Arbeitslosenhilfe einen Tag vor dem Beginndatum, so wurde das Enddatum um ein Jahr hochgesetzt und der Spell nicht gelöscht.
    • Zwischen 2004 und 2006 wurde das zugrundeliegende Meldeverfahren umgestellt. Auftretende Überschneidungen zwischen dem Alt- und Neuverfahren wurden bereinigt.
    • Sätze mit leerem oder ungültigem Enddatum wurden ausgeschlossen, da hier nicht davon ausgegangen werden kann, dass überhaupt eine Zahlung geleistet worden ist.
    • Eine Gebietsstandsbereinigung wird analog zur BeH durchgeführt.

    Leistungshistorik Grundsicherung (LHG)

    • Sätze ohne BA-Kundennummer werden gelöscht.
    • Stornierte Datensätze werden nicht genutzt.
    • Es sind nur Sätze erwerbsfähiger Personen und von Personen über 65 Jahren enthalten.
    • Es sind jeweils überschneidungsfreie Zeiträume der Leistungsberechtigung einer Person in einer bestimmten Bedarfsgemeinschaft abgebildet. Aus folgenden administrativen Gründen beginnt ein neuer Satz:
      • an gesetzlich festgelegten, für strukturelle Änderungen der Bedarfsgemeinschaft relevanten Geburtstagen (14, 15, 18 und 25) sowie dem individuell gültigen Renteneintrittsalter der Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft (siehe Abschnitt 3.1.7),
      • bei Veränderungen in der Zusammensetzung einer Bedarfsgemeinschaft (z.B. durch Zu-/Abgänge),
      • bei Merkmalsänderungen des Bedarfsgemeinschafts-Kunden sowie
      • bei Beginn und Ende eines Sanktionssachverhalts für Sätze ab dem 01.01.2006. Allerdings ist zu beachten, dass anhand der Daten weder die Dauer, die Art noch der Zeitpunkt der Verhängung bzw. des Beginns der Sanktion festgestellt werden kann. Grund hierfür ist das Fehlen eines entsprechenden Merkmals oder einer Ausprägung, welches den Beginn, die Art oder die Dauer der Sanktion anzeigt.
    • Aus obigem Grund sind alle personenbezogenen Merkmale, die für die Quelle LHG gefüllt sind, für den gesamten Zeitraum des Satzes gültig.
    • Doppelmeldungen aufgrund der Gebietsreformen 2009/2011 und Trägerneuorganisation 2012 (siehe Abschnitt 4.1.2) wurden soweit möglich bereinigt.
    • Eine Gebietsstandsbereinigung wird analog zur BeH durchgeführt.

    Arbeitsuchendenhistoriken ASU und XASU

    • Sätze mit Enddatum vor dem 01.01.1995 wurden ausgeschlossen.
    • Es erfolgt keine Konsolidierung der ASU-Sätze einer einzelnen Person. Es kann daher vorkommen, dass Überschneidungen zwischen ASU-Sätzen existieren.
    • Die personenbezogenen Merkmale, die für die Quellen (X)ASU gefüllt sind, beziehen sich immer auf den Beginn des Satzes.
    • Ein neuer ASU-Satz wird angelegt, sobald ein Statuswechsel (z.B. von arbeitsuchend zu arbeitslos) erfolgt. Dies gilt auch, wenn sich die Trägerart (Agentur für Arbeit, ARGE, gemeinsame Einrichtung, zugelassener kommunaler Träger, getrennte Aufgabenwahrnehmung) ändert.
    • In der XASU werden überschneidungsfreie Zeiträume bezogen auf eine einzelne Person abgebildet. Bei Änderungen folgender Merkmale wird für die XASU jeweils ein neuer Datensatz gebildet:
      • Wechsel des Arbeitsuche-Status
      • Wechsel der Verfügbarkeit
      • Wechsel des SGB-II-Trägers
      • Wechsel des Wohnortes
      • Eine Gebietsstandsbereinigung wird analog zur BeH durchgeführt.

    Maßnahmeteilnahmehistoriken (MTH)

    • Sätze, die mehr als ein Jahr nach Maßnahmeende erstellt wurden, werden gelöscht, falls ein anderer Satz existiert, der innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Maßnahme erstellt wurde.
    • Es wird lediglich der aktuellste Datensatz zu einer einzelnen Maßnahmeteilnahme verwendet.
    • In die IEB werden nur Maßnahmeteilnahmen aufgenommen, die als „tatsächlich stattgefunden“ klassifiziert sind. Teilnahmen, die nicht oder noch nicht stattgefunden haben, werden gelöscht. Teilnahmen werden auch dann als nicht stattgefunden gewertet, wenn während der Teilnahme an einer Maßnahme ein Löschdatum gesetzt wird
    • Bestimmte Maßnahmearten werden nicht aufgenommen. Hierzu zählen Unterstützung der Beratung und Vermittlung, Mobilitätshilfen und reine Reha-Maßnahmen.
    • Eine Gebietsstandsbereinigung wird analog zur BeH durchgeführt.

    Maßnahmeteilnahmehistoriken aus XSozial (XMTH)

    • Für die XMTH besteht die besondere Herausforderung darin, technisch oder organisatorisch verursachte Mehrfachmeldungen für eine Maßnahmeteilnahme zu identifizieren und zu behandeln. Die Ursachen von diesen Doppelmeldungen sind zum einen eine bis April 2009 fehlende Identifikationsnummer für Maßnahmeteilnahmen bzw. unsachgemäße Handhabung der eingeführten Förder-ID und zum anderen Trägernummernwechsel im Zusammenhang mit Fusionen oder anderen Umorganisationen von Grundsicherungsträgern mit der Neuorganisation der Arbeitsagenturen 2012/2013. Zudem kam es zu trägerspezifischen Problemen bei Versions- oder Produktwechseln der kommunalen Software oder bei Versionsänderungen des Standards XSozial. Daraus resultieren zeitweise in beträchtlichem Umfang Meldungen für Maßnahmeteilnahmen der gleichen Förderungsart, die sich pro Teilnehmendem teilweise oder vollständig zeitlich überlappen. Echte Dubletten werden identifiziert und aussortiert, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit technische Dubletten sind. Versteckte Dubletten sind ebenfalls identifizierbar und werden aussortiert. Dabei gilt im Prinzip immer die Regel, dass der aktuellste Informationsstand behalten wird.
    • Daneben werden Meldungen mit einem Beginndatum vor 2005 ausgeschlossen.
    • Überlappende und unmittelbar aneinander angrenzende Meldungen der gleichen Maßnahmeart (aus XSozial) werden zu einer Beobachtung zusammengefasst. Maßnahmespezifische Merkmale der zusammengefassten Zeiträume werden auf Systemmissings gesetzt.
    • Anschließend werden die weiteren Merkmale zusammengestellt und berechnet. Dabei wird auf konsolidierte Personendaten aus XSozial-Historiken und LHG zurückgegriffen.
    • Abschließend werden folgende Maßnahmen ausgeschlossen:
      • Einmalleistungen (wie UBV/Mobi-/ Vermittlungsbudget /LES) und
      • spezifische Reha-Maßnahmen
    • Eine Gebietsstandsbereinigung wird analog zur BeH durchgeführt.

    SGB-II-Anonymisierung

    Um das Deanonymisierungsrisiko zu verringern, wird in der SIAB standardmäßig nur das Geburtsjahr ausgewiesen. In den Quellen LHG und (X)ASU besteht allerdings die Gefahr, dass durch die zeitliche Struktur der Beobachtungen dennoch das exakte Geburtsdatum sichtbar werden könnte. Sätze könnten systematisch an bestimmten Geburtstagen oder dem Renteneintritt bzw. am Tag davor enden oder aber an diesem Tag neu beginnen.
    Um eine indirekte Bestimmung des exakten Geburtstags zu verhindern, wird daher das folgende Verfahren angewendet. Sätze, die am 18., 25. oder 65. Geburtstag geteilt wurden, werden zu einem einzelnen Satz zusammengefügt. Hierdurch geht außer dem exakten Geburtstag keine weitere Information verloren. Bei Sätzen, die am 15. Geburtstag oder dem Renteneintritt beginnen bzw. am Renteneintrittstag enden, wird das Beginndatum (Enddatum) des Satzes auf den Beginn (das Ende) des jeweiligen Quartals gesetzt. Bei dieser Korrektur kommt es zu einer Verzerrung der Satzdauer.

    Episodensplitting

    Die administrativen Personendaten liegen „gesplittet“ vor. Falls sich innerhalb eines Kontos Sätze überlappen, werden diese durch künstliche Sätze mit neuen Datumsangaben derart ersetzt, dass vollständig parallele oder überschneidungsfreie Zeiträume entstehen (Episodensplitting). Die Anzahl der Sätze erhöht sich dadurch (siehe Abbildung 2).
    Die ursprünglichen Datumsvariablen zum Beginn und Ende des Originalsatzes (begorig und end-orig) bleiben erhalten, die Variablen Beginn und Ende der Episode (begepi und endepi) kennzeichnen Anfang und Ende der gesplitteten Episoden. Ob Sätze gesplittet wurden, kann an einem Vergleich des ursprünglichen Zeitraums (begorig und endorig) mit dem Episodenzeitraum (begepi und endepi) festgestellt werden. Um die Originaldaten ohne Episodensplitting wiederherzustellen bzw. die durch das Episodensplitting künstlich erzeugten Datensätze zu löschen, selektiert man alle Sätze, bei denen der Beginn des Originalsatzes gleich dem Beginn der gesplitteten Episode ist (begepi == begorig).

    Abbildung 2:  Episodensplitting

    Die Abbildung erklärt das Prinzip des Episodensplittings exemplarisch anhand eines Diagramms und des dazugehörigen Ausschnitts aus einem Datensatz. Das Diagramm und Tabelle zeigen drei Original-Episoden und die daraus entstehenden gesplitteten Episoden mit ihrem jeweiligen Beginn- und Endedatum: Original-Episode 1 erstreckt sich vom 01.01.1998 bis zum 31.12.1998, Original-Episode 2 vom 01.10.1998 bis zum 30.06.1999 und Original-Episode 3 vom 01.01.1999 bis zum 31.12.1999. Somit überschneiden sich die Zeiträume der Original-Episoden. Beim Episodensplitting werden solche sich überlappenden Zeitintervalle in vollständig parallel liegende oder überschneidungsfreie Intervalle aufgeteilt. Für das dargestellte Beispiel bedeutet dies, dass aus den drei Original-Episoden sechs gesplittete Episoden entstehen, die folgende Zeiträume abbilden: Aus Original-Episode 1 werden zwei Episoden vom 01.01.1998 bis zum 30.09.1998 und vom 01.10.1998 bis zum 31.12.1998. Aus Original-Episode 2 werden zwei Episoden vom 01.10.1998 bis zum 31.12.1998 und vom 01.01.1999 bis zum 30.06.1999. Aus Original-Episode 3 werden zwei Episoden vom 01.01.1999 bis zum 30.06.1999 und vom 01.07.1999 bis zum 31.12.1999.

    Es ist ratsam, die durch das Splitting erzeugten, vollständig parallelen Sätze einheitlich zu sortieren. Die früher in der SIAB enthaltenen Variablen „Satzzähler pro Episode“ (level2) und „Satzzähler pro Episode und Quelle“ (level1) können bei Bedarf mit folgenden Stata-Befehlen selbst erzeugt werden:

    Kasten 1:                Beispielcode zum Erstellen weiterer Satzzähler in Stata 14

    bysort persnr begepi quelle (spell): gen byte level1 = _n-1
    bysort persnr begepi (spell): gen byte level2 = _n-1

    Stichprobenziehung

    Die SIAB ist eine 2%-Stichprobe der Personen, für die ein Eintrag in den IEB vorliegt. Dadurch ist die SIAB repräsentativ für die Personenkreise aller Datenquellen, nicht nur für die Beschäftigten. Entsprechend lassen sich auf Basis der Stichprobe mit Hochrechnungsfaktor 50 Fallzahlen der Grundgesamtheit schätzen. Dies gilt grundsätzlich für alle Datenquellen, allerdings ist der unterschiedliche Füllgrad der Quellen zu beachten.

    Anonymisierung des SIAB-R 7517

    Die Stichprobe der integrierten Arbeitsmarktbiografien, die als Datengrundlage des SIAB-R 7519 dient, enthält eine Vielzahl personenbezogener Informationen zum Status einer Person auf dem Arbeitsmarkt, sowie zusätzliche Betriebsinformationen bei Beschäftigungsmeldungen aus dem Meldeverfahren der Sozialversicherung. Diese im FDZ auf Mikroebene vorliegenden Sozialdaten (§ 67 SGB X) dürfen, so schreibt der Gesetzgeber vor, nur zu wissenschaftlichen Zwecken weitergegeben werden (§ 282 Abs. 7 SGB III), wenn sowohl die personenbezogenen als auch die betriebsbezogenen Daten nach einer Prüfung als faktisch anonym angesehen werden können. Dies bedeutet, dass unverhältnismäßig viel Zeit, Kosten und Arbeit aufgewendet werden müssten, um einen Merkmalsträger im Datensatz zu deanonymisieren. Die Kosten einer Deanonymisierung müssen deren Nutzen also übersteigen.
    Die Vorgaben von Müller et al. (1991) zur faktischen Anonymität von Mikrodaten bilden den maßgeblichen Orientierungsrahmen bei der Erstellung von SUFs am FDZ der BA im IAB. Um für Nutzer der vorangegangenen SUFs bestmögliche Kontinuität zu gewährleisten und um die beständige Nachfrage nach einem Regionalfile der Erwerbsverlaufsdaten des IAB zu bedienen, wurde die Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien in Form eines Regionalfiles aufbereitet und anonymisiert. Die Anonymisierung erfolgte durch ausgewählte Löschungen und durch die Aggregationen von datenschutzrechtlich sensiblen Informationen. Die Anonymisierungsschritte werden im Folgenden beschrieben.

    Zusammenfassung von Quellen

    Bei der Aufbereitung des SIAB-R 7519 aus der SIAB 7519 wurden Angaben zur Quellenherkunft bestimmter Meldungen zusammengefasst. So wurden Informationen aus den Originalquellen Arbeitsuchendenhistorik (ASU und XASU) und Maßnahmeteilnahmehistorik (MTH und XMTH) im SIAB-R 7519 jeweils in einer gemeinsamen Quelle (X)ASU bzw. (X)MTH kombiniert. Dies hat folgende Ursache: die Information darüber, ob eine Person in einer Region von einem zugelassenen kommunalen Träger (zkT) betreut wird, stellt ein Deanonymisierungsrisiko für die beobachtete Person dar. Der Grund dafür ist, dass die Information zum Träger zusammen mit aktuellen, relativ detaillierten Regionalinformationen aus anderen Quellen oder dem Erwerbsverlauf eine gemeindescharfe Lokalisierung ermöglichen kann.

    Gültigkeitszeiträume der Quellen

    Nach der Aggregation der Datenquellen (vgl. Abschnitt 3.4.1) und gemäß den o.g. datenschutzrechtlichen Anforderungen wurden bei der Aufbereitung des SIAB-R 7519 Angaben zum Beginn- bzw. Enddatum ausgewählter Meldungen angepasst. Abbildung 3 veranschaulicht, für welchen Zeitraum die verschiedenen Quellen im SIAB-R 7519 gefüllt sind.
    Das SIAB-R 7519 weist für die BeH und die LeH nur Beobachtungen im Zeitraum zwischen 01.01.1975 und 31.12.2019 auf. Für Meldungen, die im Rahmen des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung in Ostdeutschland abgegeben wurden, wird erst ab dem Jahr 1993 von deren Vollständigkeit ausgegangen. In Beschäftigungsmeldungen mit gültigen Arbeitsorten in Ostdeutschland vor dem Jahr 1992 wird die Angabe zur Kreisregion auf missing (.z) gesetzt, da hier viele Sätze fehlende Werte aufweisen. Somit ist die Unterscheidung, ob eine Person in den alten bzw. neuen Bundesländern beschäftigt ist, im SIAB-R 7519 erst ab 1992 möglich.

    Abbildung 3: Gültigkeitszeiträume der Datenquellen

    Die Abbildung stellt die Gültigkeitszeiträume der Datenquellen in den SIAB-Daten dar. Die Daten enthalten die Quellen BeH und LeH für Westdeutschland ab 1975 und für Ostdeutschland ab 1992. Informationen für die Quellen (X)ASU liegen ab 1997 und für (X)MTH ab 2000 vor. Jedoch werden für (X)ASU und (X)MTH für die Jahre 2005 und 2006 keine Daten ausgewiesen. Die Quelle LHG liegt ab 2007 vor. 

    Die (X)ASU ist im SIAB-R 7519 für den Zeitraum zwischen dem 01.01.1997 und dem 31.12.2004 sowie zwischen dem 01.01.2007 und dem 31.12.2019 gefüllt. Da erst ab dem Jahr 1997 von der Vollständigkeit der ASU Originalquelle ausgegangen wird, werden Meldungen mit einem Enddatum vor dem 01.01.1997 im SIAB-R 7519 nicht ausgewiesen. Das gleiche gilt für die (X)MTH, wobei hier Meldungen vor dem 01.01.2000 nicht berücksichtigt werden. Die Löschung von Meldungen in den Jahren 2005 und 2006 ist einerseits bedingt durch die qualitätsrelevanten Untererfassungen von Meldungen der zugelassenen kommunalen Träger in den IEB Originaldaten (vgl. Antoni et al. 2019). Andererseits ist die Ausweisung wegen des Identifikationsrisikos von Personen, die durch zugelassene kommunale Träger gemeldet werden, in Kombination mit Regionalangaben datenschutzrechtlich problematisch. Die skizzierte Problematik im Zusammenhang mit Meldungen von zugelassenen kommunalen Trägern gilt gleichermaßen für die LHG in den Jahren 2005 und 2006. Entsprechend beinhaltet das SIAB-R 7519 Meldungen der LHG erst ab einem Episodenbeginn zum 01.01.2007.
    Beobachtungen, die sowohl mit ihrem Beginn- als auch Enddatum außerhalb dieser quellenspezifischen Gültigkeitszeiträume liegen, sind nicht mehr in den Daten enthalten. Bei jahresübergreifenden Meldungen aus den Quellen LeH, LHG, (X)ASU sowie (X)MTH, bei denen entweder Beginn- oder Enddatum in die quellenspezifischen Gültigkeitszeiträume hinein- bzw. hinausreichen, werden Datumsangaben verändert. Dies bedeutet, dass die ursprünglichen Datumsangaben entweder zum Beginn- oder Enddatum durch das jeweilige Beginn- bzw. Enddatum des quellenspezifischen Gültigkeitszeitraums ersetzt werden.
    Eine Besonderheit in den Daten stellen (X)ASU- und (X)MTH-Sätze dar. Sie können bereits vor dem gelöschten Zeitraum 2005/2006 beginnen und ohne Unterbrechung bis in das Jahr 2007 reichen. Diese Beobachtungen wurden im SIAB-R 7519 verdoppelt und jeweils das Ende bzw. das Beginndatum an den Gültigkeitszeitraum angepasst, so dass zwei Beobachtungen, ein rechtszensierter und ein linkszensierter Satz, in den Daten enthalten sind.
    Folgende fiktive Beispiele in Abbildung 4 sollen die Vorgehensweise bei den Datumskorrekturen veranschaulichen. Dabei repräsentiert der weiße Balken [1] stets den Originalzeitraum und der grau gefüllte Balken [2] den Zeitraum, der nach der Datumskorrektur im SIAB-R 7519 enthalten ist.

    Abbildung 4: Beispiele für Datumskorrekturen jahresübergreifender Meldungen

    Die Abbildung zeigt Beispiele für Datumskorrekturen jahresübergreifender Meldungen. Dafür werden die Beginn- und Endedaten der Episoden vor und nach der Datumskorrektur anhand folgender drei Beispiele dargestellt: linkszensierte, links- u. rechtszensierte sowie rechtszensierte Episoden.

    Im Beispiel zur Linkszensierung einer Arbeitsuchendenmeldung aus der (X)ASU zum 01.01.1997 sowie im Beispiel der Rechtszensierung einer Meldung der LHG (auch LeH, (X)ASU oder (X)MTH) zum 31.12.2019 bleibt die Anzahl der Sätze in den Daten gleich. Es werden lediglich die Teile der jahresübergreifenden Meldung gelöscht, die außerhalb des Beobachtungszeitraums liegen, der vom SIAB-R 7519 abgedeckt wird.
    Im mittleren Beispiel, das die Vorgehensweise bei mehrjährigen Beobachtungen anzeigt, welche den in der (X)ASU gelöschten Zeitraum in Jahren 2005 und 2006 überspannen, werden aus der ursprünglichen Meldung zwei zensierte Beobachtungen. Entsprechend erhöht sich die Zahl der Datenzeilen im SIAB-R 7519 im Vergleich zur Ausgangsdatei. Eine Übersicht über Datumsanpassungen und Löschungen bei der Aufbereitung des SIAB-R 7519 bietet Tabelle A1.

    Zensierung von Altersangaben

    Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind nur diejenigen Sätze im SUF enthalten, bei denen das Alter einer Person zwischen 17 und 62 Jahren liegt. Sätze, die vor dem Alter von 17 enden, bzw. die nach dem Alter von 62 beginnen, sind ausgeschlossen. Bei jahresübergreifenden Sätzen, die vor oder im Jahr des 17. Geburtstags beginnen, jedoch nach diesem Geburtstag enden, bzw. vor oder im Jahr des 62. Geburtstags beginnen und nach dem Jahr des 62 Geburtstags enden, wurde das Originalbeginn- bzw. das Enddatum (begorig bzw. endorig) auf den 01.01. bzw. 31.12. des Jahres umgesetzt, in dem die Person die Altersgrenzen von 17 bzw. 62 erreicht. Die Variablen „tage_jung“ und „tage_alt“ geben jeweils die Anzahl der Tage in (Haupt-)Beschäftigung7 vor dem Jahr des 17. Geburtstags bzw. nach dem Jahr des 62. Geburtstags an.

    Aggregation und Löschung von Variablen

    Während bei den Quellen mit Informationen zu Leistungsempfang und Arbeitsuche das Merkmalsspektrum im Vergleich zur schwach anonymisierten Version der SIAB aus Datenschutzgründen stark reduziert wurde, sind die beschäftigungsbezogenen Merkmale aus der BeH weitgehend im SIAB-R 7519 enthalten geblieben und vergröbert worden.
    Die im SIAB-R 7519 verbleibenden Merkmale bilden die Grundlage für die Anwendung weiterer Anonymisierungsschritte in Form von Informationsaggregation. Müller et al. (1991, S. 444 f.) schlagen für die Prüfung und die Erstellung eines faktisch anonymen Regionalfiles die drei folgenden Regeln vor:

    1. Durch Kombination von Regionalklassifikationen darf keine in den Daten ausgewiesene Regionaleinheit ermittelbar sein, die eine Einwohnerzahl von weniger als 100.000 Personen aufweist. (vgl. Müller et al. 1991, S. 444)

    Die Umsetzung dieser Vorgabe erfolgte anhand der Prüfung der Einwohnerzahlen der 401 kreisfreien Städte und Landkreise zum 31.12.20198. Die im SIAB-R 7519 enthaltene Regionalisierung fasst die Kreisangaben in den Ausgangsdaten so zusammen, dass jede der entstehenden Kreisregionen zum Stichtag eine Einwohnerzahl von mindestens 100.000 Personen aufweist. Die Aggregation führt zu insgesamt 328 Kreisregionen, die im Merkmal „Arbeitsort – Kreisregion“ (ao_region) ausgewiesen werden (Gebietsstand 31.12.2019). Bei der Bildung der Kreisregionen wurden übergeordnete Raumeinheiten wie BBSR-Raumordnungsregionen und NUTS-II-Regionen so weit wie möglich berücksichtigt (vgl. Tabelle A9, Abbildung A1).
    Ergänzend wurde das Merkmal „Pendlerstatus“ (pendler) generiert, welches anzeigt, ob sich der aktuelle Wohnort vom aktuellen oder letzten ausgewiesenen Arbeitsort unterscheidet.

    2. Potenziell zur Deanonymisierung geeignete Merkmale müssen so stark aggregiert werden, dass keine Merkmalsausprägungen mehr ausgewiesen werden, die
    2.1. in der Grundgesamtheit nicht wenigstens 50.000 Personen umfassen.
    2.2. pro übermittelter Regionaleinheit nicht mindestens drei Personen im Datensatz enthalten; Merkmalsausprägungen, die im Datensatz nur einen oder zwei Fälle enthalten, dürfen ausschließlich in einer stärker aggregierten Form ausgewiesen werden. (vgl. Müller et al. 1991, S. 444 f.)

    3. Alle übrigen im Regionalfile enthaltenen Merkmale müssen – falls unter Datenschutzgesichtspunkten erforderlich – so weit aggregiert werden, dass jede ausgewiesene Merkmalsausprägung in der Grundgesamtheit mindestens 5.000 Personen umfasst. (vgl. Müller et al. 1991, S. 445)


    Auf Basis dieser genannten Kriterien wurden bei der Erstellung des SIAB-R 7519 weitere Merkmale aggregiert. Grundlage dazu bilden Häufigkeitsauszählungen von Personen zum 30.06. eines jeden Jahres. Merkmalsausprägungen von Variablen mit hohem Deanonymisierungsrisiko wurden zum einen aggregiert, wenn deren univariate Randverteilung zum 30.06. des jeweiligen Jahres eine Mindestanzahl an Personen nicht umfasst (2a). Zum anderen wurden sie aggregiert, wenn in den Zellen der Kreuztabellen zwischen dem jeweiligen Merkmal und dem Merkmal „Arbeitsort – Kreisregion“ (ao_region) nicht mindestens 3 Personen enthalten sind (2b). Bei der Prüfung der Wirtschaftszweigangaben wurde nicht die Anzahl der Personen, sondern die der Betriebe zugrunde gelegt, da es sich um ein Betriebsmerkmal handelt. Alle weiteren Merkmale werden über den gesamten Beobachtungszeitraum der Daten ausgezählt und falls erforderlich auf Basis von (3) aggregiert, wenn zu einem Zeitpunkt in den Datenzellen der SIAB 7519 die o.g. Mindestfallzahlen unterschritten werden.
    Liegen zu einer Person am Stichtag parallele Informationen aus unterschiedlichen Quellen vor, z.B. Arbeitsuche und zeitgleicher Leistungsempfang, so wurde die Person in einem Merkmal (z.B. „Geburtsjahr“ oder „Staatsangehörigkeit“), das in den beiden Quellen gefüllt ist, bei den quellenübergreifenden Auszählungen nur einmal berücksichtigt.
    Bei folgenden Merkmalen wurden Aggregationen durchgeführt: „Staatsangehörigkeit“, „Ausbildung“, „Beruf/ausgeübte Tätigkeit“, „Klassifikation der Wirtschaftszweige“, „Erwerbsstatus“ und „Abgabegrund/Beendigungsgrund/Abmeldegrund“. Für diese Merkmale wurden die Jahre 1975 bis einschließlich 1986 nicht zur Beurteilung des für die faktische Anonymität der Merkmale benötigten Aggregationsniveaus herangezogen. Aufgrund des strukturellen Wandels auf dem Arbeitsmarkt hätte eine strikte Auslegung der o.g. Anonymisierungsregeln in diesem Zeitraum ein sehr hohes Aggregationsniveau und damit eine starke Einschränkung des Analysepotenzials der Daten für bestimmte Personengruppen zur Folge gehabt. Das Tagesentgelt sowie die Leistungssätze wurden auf volle Euro gerundet.

    Auswirkungen der Anonymisierung

    Die Informationen zu Beschäftigung und Leistungsempfang nach SGB III im SIAB-R 7519 sind nur in geringem Maße von Löschungen auf Satz- bzw. Personenebene betroffen. Anonymisierungsbedingte Löschungen einzelner Sätze im Zuge der Anpassung der Beobachtungszeiträume für die Quellen LHG, (X)ASU und (X)MTH resultierten im Wegfall von einigen Personen aus dem SIAB-R 7519. Durch die o.g. Aufbereitungsschritte wurden bezogen auf die SIAB 7519 insgesamt 47.670 Personenkonten gelöscht. Das SIAB-R 7519 beinhaltet damit noch 97,5 Prozent der in der Ausgangsdatei SIAB 7519 enthaltenen Personen (siehe Tabelle A2).
    Einige personen- und betriebsbezogenen Merkmale wurden über alle Quellen hinweg entweder vergröbert oder im Zuge der Anonymisierung aus den Daten gelöscht. Dabei wurde bei den Quellen mit Informationen zu Leistungsempfang, Arbeitssuche und Maßnahmeteilnahme das Merkmalsspektrum deutlich reduziert, während die beschäftigungsbezogenen Merkmale weitgehend erhalten geblieben und lediglich vergröbert worden sind.
    Detailliertere Informationen zu anonymisierungsbedingten Löschungen und Aggregationen auf Merkmalsebene im Vergleich zur schwach anonymisierten Version der SIAB 7519 sowie im Vergleich zu verwandten Datenprodukten des FDZ finden Sie im tabellarischen Anhang des Datenreports (siehe Abschnitt A3).

    Fehlende Werte

    Im SIAB-R 7519 werden fehlende bzw. durch die Anonymisierung nicht mehr als gültig ausgewiesene Werte wie folgt kodiert:

    Bezeichnung Wert Beschreibung
    Keine (valide) Angabe .z

    Nicht systematisch fehlender Wert. Das Merkmal ist prinzipiell für die Quelle gefüllt, jedoch ist für den betrachteten Satz ein Wert nicht vorhanden bzw. nicht sinnvoll zu interpretieren.

    Außerdem: Aus datenschutzrechtlichen Gründen anonymisierte Werte. Eine Unterscheidung zwischen aus anonymisierten Angaben und ungültigen Angaben in den Ausgangsdaten ist nicht möglich.

    Fehlt systematisch .n

    Ein Merkmal ist grundsätzlich für eine Quelle (weiße Felder der Merkmalsübersicht im Abschnitt 1.5) oder für einen gewissen Zeitraum nicht gefüllt.

    Anonymisiert .a

    Kennzeichnet Fälle, in denen das Merkmal „deutsch“ anonymisiert wurde, um eine Deanonymisierung von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft in bestimmten Kreisregionen zu verhindern (siehe Beschreibung in Abschnitt 5.4.3).

     

     


    7 Die Berechnung der Beschäftigungszeiten berücksichtigt folgende Restriktionen: quelle_gr==1 & level2==0 (Stata Syntax).

    8 Datenbasis: Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes zum 31.12.2019 für die kreisfreien Städte und Kreise der BRD.
     
     

  • 4. Datenqualität und Probleme

    Gesamte IEB

    Lücken in den Erwerbsbiografien

    Die IEB beinhalten Erwerbsbiografien. Allerdings ist in den administrativen Daten nicht jede Art von Erwerbstätigkeit erfasst. Bei entsprechenden Lebensverläufen sind bestimmte Personen überhaupt nicht in den IEB abgebildet.
    Für Auswertungszwecke ist es oft relevant, Lücken in den abgebildeten Biografien zu kennen (z.B. für Kontrollgruppenbildung, Lebensverlaufsanalysen etc.). Die im Folgenden aufgeführten Lücken sind definiert als Zeiträume nach Ende der Schulausbildung, für die kein Satz in den IEB enthalten ist. Diese

    • Lücken können unterschieden werden in
    • Lücken, für die keinerlei Information vorliegt und
    • Lücken, für die anhand des Merkmals „Abmeldegrund/Abgabegrund/Beendigungsgrund“ des direkten Vorgängersatzes eine Information vorliegen kann (sofern ein entsprechender Satz vorhanden ist).

    Diese Lücken wurden identifiziert anhand der Ausprägungen der Merkmale „Abmeldegrund/Abgabegrund/Beendigungsgrund“ und „Erwerbsstatus“ in den verschiedenen Quellen der SIAB 7519. Die Auflistung in Tabelle 6 erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Durch die Anonymisierung des Merkmals „grund_gr“ im SIAB-R 7519 wird die Identifizierbarkeit weiter gesenkt.

    Tabelle 6:  Biographische Lücken und Identifikationsmöglichkeiten

    Biografische Lücke Information über Lücke, ggf. identifizierbar anhand der Ausprägung des Merkmals „grund“ im Vorgängersatz der Quelle
    Beamte/Beamtinnen, Berufssoldaten/-soldatinnen, Richter/innen, Angestellte von Körperschaften oder Stiftungen des öffentlichen Rechts XASU
    Ungeförderte Selbstständige  LeH, ASU
    Studierende, Personen in schulischer Weiterbildung LeH, LHG, ASU, XASU
    Personen, die länger als 6 Wochen krank / arbeitsunfähig sind (Krankheit während Arbeitslosigkeit ist aber unter bestimmten Bedingungen in der Quelle ASU abgebildet, vgl. Abschnitt  3.1.4)  BeH, LeH, ASU
    Personen in Altersrente ohne Beschäftigung, wenn nicht Mitglied in einer BG  LeH, LHG, ASU 
    Personen in Mutterschutz / Elternzeit XASU
    Bezieher von Vorruhestandsgeld LeH, ASU
    Hausgewerbetreibende   
    Kurzfristig Beschäftigte ASU
    Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Berufsbildungswerken, anerkannten Werkstätten oder ähnlichen Einrichtungen für behinderte Menschen ASU
    Teilnehmende an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Rehabilitanden)  ASU
    (Nebenerwerbs-)Landwirte  
    Pflegepersonen i.S. von § 19 SBG XI   
    Grundwehrdienstleistende  BeH, LeH, LHG, ASU, XASU 
    Wehrübungsleistende   BeH, LeH, LHG, ASU, XASU
    Zivildienstleistende   BeH, LeH, LHG, ASU, XASU
    Ableistende eines freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahres anstelle des Zivildienstes  
    Sonstige Personen, die nicht bei der Rentenversicherung oder der BA registriert sind (z.B. Sabbatjahr, Finanzierung aus privatem Vermögen oder Rentenbezügen, Emigration, Beschäftigung im Ausland, ehrenamtliche Tätigkeit, etc.)

    BeH, LeH, ASU

    Streikende bei Streikdauer über einem Monat LeH
    Sozialhilfe-Bezieher (vor Einführung des SGB II 2005), Sozialgeld-Bezieher (im Sinne des SGB II)  
    SGB-II-Leistungsberechtigte, bei deren Trägern Lieferausfälle vorkamen  
    Ausgleichsempfänger nach dem FELEG (Gesetz zur Förderung der Einstellung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit)  

    Einführung des SGB II und spätere Trägerwechsel

    Mit der Einführung des SGB II zum 01.01.2005 wurden auch die Zuständigkeiten für die Betreuung von Arbeitssuchenden neugestaltet, sodass die Aufgabenwahrnehmung im SGB II von unterschiedlichen Trägertypen übernommen werden kann:

    • In der Regel übernahmen die Arbeitsgemeinschaften (ARGE) aus BA und Kreis die Aufgaben im Bereich des SGB II. Diese wurde 2011 von den gemeinsamen Einrichtungen (gE) – auch „Jobcenter“ genannt - abgelöst.
    • Zudem war es bis Ende 2011 möglich, dass BA und Kreis die die ihnen übertragenen Aufgaben in eigener (getrennter) Zuständigkeit – in sogenannten getrennten Trägerschaften (gT) oder auch getrennten Aufgabenwahrnehmungen (gAw) erbrachten.
    • Seit 2005 besteht zudem die Möglichkeit, dass zugelassene kommunale Träger (zkT; auch: optierende Kommunen) die Aufgaben übernehmen. Zunächst erhielten 69 Landkreise oder kreisfreie Städte die alleinige Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende bis 31.12.2010. Mit der Verfassungsänderung wurde die Optionsmöglichkeit ab 2012 auf 110 Träger ausgedehnt.

    Während die ARGEn/gE das Leistungs- und Fallmanagement über die BA-Verfahren pflegen und die erfassten Daten an die Statistik der BA übermitteln, verwenden die kommunalen Grundsicherungsträger jeweils eigene Softwaresysteme. Die Übermittlung an die Statistik der BA erfolgt über den Standard XSozial. Für getrennte Träger lag eine Aufteilung der Zuständigkeiten vor. Der jeweilige Trägerteil war nur für die Erfassung und Lieferung der Daten verantwortlich, die in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Daher gab es reduzierte Datenanforderungen für die kommunale Seite der getrennten Träger. Die Übermittlung über den Standard XSozial erfolgt einmal monatlich zu einem festgelegten Zeitfenster. In der Woche darauf besteht an einem zweiten Meldetag die Möglichkeit, missglückte Lieferungen zu wiederholen. Im Lauf der Jahre wurden zahlreiche Qualitätssicherungsinstrumente entwickelt. Dennoch erhöhen Versionswechsel des Standards oder der vor Ort genutzten Software regelmäßig das Risiko für Datenqualitätsprobleme.
    Im Rahmen der Neuorganisation von SGB-II-Trägern jeweils zum 01.01. der Jahre 2011 bis 2014 gingen diverse ARGEn/gE und getrennte Träger in kommunale Trägerschaft über bzw. wurden von zkT in gE umgewandelt. Diese Trägerwechsel und der damit einhergehende Wechsel der vor Ort verwendeten Software führen teilweise auch zu Brüchen in den Daten der SGB-II-Quellen. Detaillierte Informationen zu den daraus resultierenden Qualitätsproblemen in den Daten finden sich in den einzelnen Kapiteln zu den Datenquellen.

    Beschäftigtenhistorik

    • Die Übermittlung von Informationen zur Ausbildung, ausgeübten Tätigkeit und Stellung im Beruf erfolgt durch Meldungen der Arbeitgeber nach DEÜV (siehe Abschnitt 2.1) über einen sogenannten Tätigkeitsschlüssel. Für Zeiträume mit einem Enddatum nach dem 30.11.2011 erfolgte der Wechsel zum neuen Tätigkeitsschlüssel 2010 (siehe Bertat et al., 2013, für mehr Details). Dieser Wechsel wurde von den Spitzenorganisationen der Sozialversicherungsträger beschlossen, da der Tätigkeitsschlüssel 2003 eine Reihe von Sachverhalten nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr realitätsnah erfassen konnte. Da die Meldungen der Arbeitgeber nach DEÜV in die BeH einfließen, hat die Umstellung des Tätigkeitsschlüssels ausschließlich Auswirkungen für Beobachtungen aus dieser Quelle. Die Messung folgender bisher enthaltener Angaben ist von dieser Umstellung betroffen: Arbeitszeit, Beruf, Stellung im Beruf sowie schulisches und berufliches Qualifikationsniveau. Darüber hinaus gibt es seit der Umstellung auch Angaben zur Befristung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie dazu, ob eine Person als Verleihpersonal in einem Zeitarbeitsunternehmen angestellt ist. Die wichtigste Auswirkung ist der Umstieg auf eine neue Berufsklassifikation. Statt der bisherigen Klassifikation der Berufe 1988 (KldB 1988) wird mit dem neuen Tätigkeitsschlüssel die differenziertere KldB 2010 gemeldet.9
    • Das Merkmal „Stellung im Beruf und Arbeitszeit“ (stib) ist nur für Meldungen gefüllt, die vor Einführung des neuen Tätigkeitsschlüssels abgegeben wurden. Das FDZ nimmt keine Extrapolation oder Imputation für spätere Meldungen vor. Die Kategorien der Variable „stib“, die über den gesamten Beobachtungszeitraum konsistent beobachtet werden können (Erwerbsstatus als Auszubildender, Unterscheidung von Teil- und Vollzeit), sind in den Variablen „erwstat_gr“ und „teilzeit“ nachzuvollziehen.
    • Die Einführung des neuen Tätigkeitsschlüssels hat zu einer Reihe von Problemen geführt. So kam es während des Übergangszeitraums, der Arbeitgebern im Meldeverfahren zur Sozialversicherung eingeräumt wurde,10 zu einer temporären Zunahme fehlender Angaben. Analysen der Statistik der BA (Bertat et al., 2013, S. 10) zeigen, dass die neuen bzw. umgestellten Merkmale „ausgeübte Tätigkeit“, „Arbeitszeit“ und „Ausbildungsabschluss“ nach der Umstellung zu etwa 20 bis 30 Prozent keine Angaben enthielten. Eine deutliche Verbesserung stellt sich im ersten Halbjahr 2013 ein. Um die Qualität der Arbeitszeitangabe im Übergangszeitraum zu verbessern, haben Ludsteck/Thomsen (2016) ein Imputationsverfahren entwickelt, das die fehlenden durch imputierte Werte ersetzt. Die imputierten Daten werden in dem SIAB-R 7519 verwendet. Für die Lücken in den anderen Merkmalen werden keine Imputationen vorgenommen.
    • Aufgrund der Einführung des Meldeverfahrens in den neuen Bundesländern kann erst ab 1993 von einer hinreichenden Vollständigkeit der Meldungen ostdeutscher Betriebe ausgegangen werden. Aus demselben Grund weisen sehr viele Sätze des Jahrs 1991 für einige Merkmale (u.a. „Ausbildung“, „Erwerbsstatus“ und „Tagesentgelt“) fehlende Werte auf.
    • Der Anstieg der Zahl der BeH-Sätze ab 1999 folgt aus der Einführung der Meldepflicht für geringfügig Beschäftigte ab dem 01.04.1999.
    • Es lässt sich insbesondere 1999 ein deutlicher Anstieg bei den Meldungen zu Teilzeitbeschäftigung feststellen. Verursacht wird dieser Befund sowohl vom tatsächlich zu beobachtenden Anstieg der Teilzeitbeschäftigung als auch von der Tatsache, dass seit 1999 die Beschäftigtenmeldungen generell besser ausgefüllt werden.
    • Innerhalb des Meldeverfahrens ist eine gewisse Zeitverzögerung nicht vermeidbar. Zwar müssen Änderungen von Beschäftigungsverhältnissen sofort gemeldet und bestehende Beschäftigungsverhältnisse jährlich bis zum April (bis Jahresmeldung 2012) bzw. Mitte Februar (ab Jahresmeldung 2013) des folgenden Jahres bestätigt werden. Faktisch treffen Meldungen jedoch zum Teil um Jahre verspätet ein. Die Historikdatei des IAB wird aber nicht kontinuierlich fortgeschrieben, sondern in bestimmten Abständen aktualisiert. Dies geschieht unter Verwendung von Dateien mit den Beschäftigten-Meldungen jeweils eines Jahres, die 36, 18, 12 oder 6 Monate nach Ablauf des Berichtsjahres eingetroffen sind (frühestens im Juli 2015 z.B. kann die 18-Monats-Datei für das Jahr 2013 erstellt werden). Mehr als 3 Jahre verspätete Meldungen werden im IAB nicht berücksichtigt, so dass eine 36-Monats-Datei per definitionem einen Füllgrad von 100% aufweist.
    • In der zugrundeliegenden Version der IEB ist 2016 das letzte Jahr mit einem Füllgrad der BeH-Meldungen von 100%.11 Für die Jahre 2017 und 2018 wurden 18-Monats-Dateien verwendet, für 2019 eine 6-Monats-Datei. Es ist daher davon auszugehen, dass Beschäftigungsmeldungen für die Jahre 2017 bis 2018 leicht und für 2019 etwas stärker untererfasst sind. Die Auswertbarkeit der Daten auf Personenebene sollte dadurch aber nicht eingeschränkt sein. Allerdings häufen sich die fehlenden Meldungen in wenigen Betrieben. Dies bedeutet, dass in Einzelfällen die Betriebsangaben, z.B. die Betriebsgröße, grob falsch sind und sich in Folgeversionen stark verändern werden.
    • Im Jahr 1984 erfolgte eine Änderung des Meldeverfahrens. Einmalig gezahltes Bruttoarbeitsentgelt wurde ab diesem Zeitpunkt als Teil des beitragspflichtigen Jahresentgelts gemeldet, was zu einer Erhöhung des durchschnittlichen Tagesentgelts führt. Insbesondere steigt ab diesem Jahr der Anteil der Entgelte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze stark an (vgl. Bender et al., 1996).
    • Für die Jahre 1992 bis 2000 wurden in den IEB auffällige Einbrüche und Anstiege in der Anzahl der Meldungen festgestellt. Es lassen sich v.a. Einbrüche bei folgenden zehn Kreisen beobachten: Braunschweig (03101), Wolfsburg (03103), Emden (03402), Kassel (06633), Essen (05113), Neuss (05162), Erftkreis (05362), Hersfeld-Rotenburg (06632), Miltenberg (09676) und Kempten (Allgäu) (09763). Grund hierfür sind Meldeprobleme bei einzelnen bzw. mehreren Betrieben in diesen Regionen.
    • Nennenswerte Einbrüche verzeichnen auch die Kreise Salzgitter (03102) und Hoyerswerda (14264).
    • Bei den Meldungen zu Vollzeitbeschäftigung in den IEB sind besonders die Kreise Main-Taunus-Kreis (06436) und Alzey-Worms (07331) erwähnenswert. Hier sind überdurchschnittliche Anstiege zu beobachten. Als Grund sind ebenfalls Meldeprobleme bei einzelnen bzw. mehreren Betrieben in diesen Regionen anzuführen.
    • In den Jahren 1996 bis 1998 kommen der Wert 102 (Ärzte bis Apotheker) in der Variable „Beruf – ausgeübte Tätigkeit“ (beruf_gr) im Vergleich zu benachbarten Jahren sehr selten vor. Die Gründe dafür sind nicht bekannt.
    • In den Jahren 1975 bis 1977 gab es bisher deutlich zu viele Beschäftigte mit einem Arbeitsort in der niedersächsischen Gemeinde Lahn (Kreis Emsland). Statt im zu erwartenden zweistelligen Bereich gab es pro Jahr bis zu 90.000 Beschäftigtenmeldungen mit diesem Arbeitsort in der Grundgesamtheit der BeH. Ursächlich ist eine historische Fehlzuordnung der Beschäftigtenmeldungen aus der Stadt Lahn. Hierbei handelte es sich um einen nach kurzer Zeit wieder aufgelösten Zusammenschluss der hessischen Gemeinden Wetzlar, Gießen, Heuchelheim, Wettenberg und Lahnau (Kreise Gießen und Lahn-Dill-Kreis). Auf Basis dieser Erkenntnisse und unter der Annahme, dass es keine realen Betriebsumzüge zwischen diesen Regionen gab, wurde auf Ebene der Betriebsnummer folgende Bereinigungsregel umgesetzt: Sobald der Betriebsort in den Jahren 1975 bis 1978 von der Gemeinde Lahn auf eine der aufgeführten hessischen Gemeinden wechselt, wird die frühere Angabe Gemeinde Lahn mit der späteren korrekten Angabe überschrieben. Über diese Regel wird der Überhang deutlich reduziert und die niedersächsische Gemeinde Lahn weist danach in den kritischen Jahren zumindest nur noch unter 2.000 Beschäftigtenmeldungen in der Grundgesamtheit der BeH auf.

    Leistungsempfängerhistorik (LeH)

    • Für die neuen Bundesländer werden die LeH-Sätze erst ab 1992 vollständig erfasst.
    • Die Leistungsbezugsdaten wurden früher auf Magnetbändern gesichert. Aufgrund eines Schadens an einem Magnetband sind die Leistungsbezugsdaten bis einschließlich des Jahres 1980 nur teilweise enthalten. Daher ist für das vorliegende Datenprodukt auch davon auszugehen, dass die Informationen zum Leistungsbezug im genannten Zeitraum nur zum Teil enthalten sind.
    • Durch einen internen Systemwechsel kommt es 2004 zu einem Bruch in der Erfassung von Sperr- und Säumniszeiten. Bis 01.07.2004 können Sperr- und Säumniszeiten nur durch den Abmeldegrund im vorhergehenden LeH-Satz identifiziert werden. Danach existiert ein eigener Satz mit täglichem Leistungssatz = 0 für Versagens-, Entziehens- und Ruhezeiten.

    Leistungshistorik Grundsicherung (LHG)

    • In den Jahren 2005 und 2006 ist die LHG nicht vollständig gefüllt. Es kommt zu erheblichen trägerspezifischen Ausfällen. Im SIAB-R 7519 ist dieser Zeitraum nicht gefüllt.
    • Längsschnittuntersuchungen für Personen sind mit Unsicherheiten behaftet, da Umzüge in und aus Gebieten von Trägern mit Lieferproblemen nicht von Änderungen des Status der Leistungsberechtigung unterschieden werden können.
    • Auch ab 2007 kommt es hauptsächlich bei zugelassenen kommunalen Trägern immer wieder zu meist einmonatiger trägerspezifischer Untererfassung.
    • Im Zusammenhang mit Trägerartwechseln kommt es zu Unter-/Übererfassungen:
      • Im Rahmen der Trägergebietsreform vom 01.01.2011 kommt es zu Untererfassungen im Gebiet der Arbeitsagenturen Dessau-Roßlau, Halberstadt, Halle und Sangerhausen.
      • Doppelmeldungen aufgrund der Gebietsreformen 2009/2011 und der Trägerformwechsel zum 01.01.2012 und zum 01.01.2013 werden in der IEB bereits soweit möglich bereinigt. Dennoch können Doppelmeldungen auftreten.
    • Bei folgenden Jobcentern bestehen Unschärfen bei der Zuordnung von Leistungsfällen:
      • zwischen Emden und Norden zwischen September und Dezember 2009
      • zwischen Döbeln und Mittelsachsen von Oktober bis Dezember 2012
      • zwischen Tirschenreuth und Wunsiedel von November 2012 bis März 2013
    • Manche Personen, für die eine LHG-Beobachtung vorliegt, sind vom Leistungsbezug nach SGB II ganz oder teilweise ausgeschlossen, da sie z. B. eine geförderte Ausbildung machen, Altersrente beziehen, in einer stationären Einrichtung untergebracht sind oder Versicherungsleistungen zur Vermeidung von Hilfebedürftigkeit bekommen. Dies betrifft pro Jahr ca. 3 bis 5 Prozent der Fälle. In XSozial kommt es zu trägerspezifischen Untererfassungen dieser Personengruppe. In der SIAB ist der Ausschluss von Leistungen nicht identifizierbar.
    • Aufgrund der Meldelogik sind Informationen aus dem Meldeverfahren XSozial nur monatsgenau zuspielbar.
    • In der offiziellen Leistungsstatistik der BA werden Meldelücken durch ein statistisches Schätzverfahren auf aggregierter regionaler Ebene ergänzt. In der LHG werden keine ergänzenden Datensätze bereitgestellt. Ein Vergleich der IEB mit der Leistungsstatistik ist daher z.T. nur eingeschränkt möglich.

    Arbeitsuchendenhistoriken (ASU/XASU)

    Die im Folgenden aufgeführten Qualitätshinweise beziehen sich Frodermann et al. (2021) entsprechend separat auf die beiden Ausgangsdatenquellen der Arbeitsuchendenhistoriken, ASU und XASU. Hierbei ist zu beachten, dass diese Quellen im SIAB-R 7519 aus Datenschutzgründen zusammengefasst ausgewiesen werden, und damit die Nachvollziehbarkeit der jeweiligen Hinweise in den Daten eingeschränkt ist.

    ASU

    • Die registrierten Zeiten der Arbeitsuche der Quelle ASU können ab 1997 als vollständig angesehen werden. Im SIAB-R 7519 ist der Zeitraum davor nicht gefüllt.
    • Mit der Einführung des SGB II zum 01.01.2005 werden arbeitsuchende Personen nicht mehr vollständig mit BA-Verfahren erfasst. Die Quelle ASU berücksichtigt ab diesem Zeitpunkt nur noch Personen, die von der BA im Rechtskreis SGB III (Arbeitsförderung), oder von ARGEn, gE bzw. gT im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) betreut werden.
    • Von Mitte 2005 bis Mitte 2006 wurde in der BA das EDV-Verfahren coArb, aus dem die Arbeitsuchendendaten stammen, durch das Verfahren VerBIS abgelöst. Ab Juli 2005 wurde coArb erstmals in der Agentur Wiesbaden als Pilotprojekt, ab Dezember 2005 dann sukzessive in mehreren Tranchen in allen Arbeitsagenturen durch VerBIS ersetzt. Viele der erfassten Merkmale wurden in den beiden Systemen in unterschiedlicher Differenziertheit und unterschiedlicher qualitativer Gewichtung abgefragt. Die Integration dieser Merkmale in die IEB gestaltet sich daher schwierig und ist nur durch die Anwendung eines speziellen Verfahrens (Mapping) möglich. Leider kann durch das Mapping keine vollständige Umsetzung der betroffenen Merkmale von coArb auf VerBIS erreicht werden, sodass sich bei einigen Merkmalen die Ausprägungen „Keine Angabe“, „Sonstiges“ oder „Missing“ ungewöhnlich häufen. Im SIAB-R 7519 ist dieser Zeitraum nicht gefüllt.
    • Das bis Juni 2006 genutzte Verfahren coArb unterstützte ausschließlich die Vermittlung von Arbeitslosen und Arbeitsuchenden. Lückenhaft erfasst wurden auch Daten zu Personen, die sich lediglich beraten lassen wollten. Die Daten der Berufsberatung wurden in einem separaten System gehalten. Mit VerBIS erweiterten sich die Ausprägungen des Arbeitsuche-Status um „Ratsuchende“ und Personen „ohne Status“. Zu Letzteren gehören ALG-II-Leistungsberechtigte, die eingeschränkt für die Arbeitsvermittlung verfügbar sind. Ihre Erfassung in VerBIS gilt erst seit Januar 2008 als weitgehend vollständig.
    • Ein Wechsel der Grundsicherungsträger oder des Wohnorts führen nicht zu einem neuen ASU-Satz, die Merkmalsausprägung jeweils zu Beginn einer Episode wird fortgeführt. Mit zunehmender Dauer des Spells wird also das Risiko größer, dass Träger oder Wohnort nicht mehr zutreffend sind.
    • Der Arbeitsuche-Status wird nachträglich kaum korrigiert, weshalb die Fallzahlen mit der BA-Statistik bis 2005 weitgehend übereinstimmen. Seit Frühjahr 2011 werden die Arbeitsuchendendaten aus BA-Verfahren und XSozial in der integrierten Arbeitslosenstatistik konsolidiert verarbeitet. Hier kann es zu größeren Abweichungen kommen. Am aktuellen Rand sind die Bestandsdaten jedoch identisch.

    XASU

    • Im SUF ist ab 2007 von einer Vollständigkeit der XASU-Meldungen von den zugelassenen kommunalen Trägern in den IEB auszugehen. Davor zeigen sich teils systematische Untererfassungen. Im SIAB-R 7519 ist dieser Zeitraum nicht gefüllt.
    • Auch in den Jahren ab 2007 sind analog zu den Leistungsdaten (LHG) immer wieder einzelne Monate von Lieferausfällen betroffen.
    • Punktuell kann es auch zu Übererfassungen kommen. Hierfür kann eine Vielzahl technischer Probleme verantwortlich sein, u.a. systematisch nicht erfolgte Abmeldungen, falsche Entstornierungen und parallele Arbeitsuchendmeldungen in mehreren Kreisen.
    • Verschiedene Merkmale weisen für die XASU zum Teil nur einen sehr geringen Füllgrad auf. Hiervon betroffen sind unter anderem die Merkmale „Schulabschluss“ und „Abmeldegrund/Abgabegrund/Beendigungsgrund“. Die Füllgrade dieser Merkmale verbessern sich zwar im Zeitablauf, bleiben aber dennoch zum Teil unbefriedigend. Das Merkmal „Beruf“ ist nahezu für den gesamten zur Verfügung stehenden Zeitraum in der XASU nicht gefüllt. Daher wird dieses Merkmal in der Quelle (X)ASU auf missing gesetzt.
    • Bei etlichen Trägern (Kreisen) erscheint der Anteil der gemeldeten Arbeitsuchenden an den gemeldeten erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in den IEB durchgängig oder zeitweise unplausibel hoch. Gründe dafür könnten eine möglicherweise fehlerhafte Bestimmung des Status „Nichtarbeitslos, arbeitsuchend“ oder eine technisch fehlerhafte Übermittlung mit hohem Anteil an Nachmeldungen bei diesen Trägern sein.
    • Die träger- und zeitraumabhängige Plausibilität der XASU-Angaben sollte jeweils unter Berücksichtigung der Untersuchungsfrage vor der Verwendung geprüft werden.
    • Aufgrund der Meldelogik sind Informationen aus dem Meldeverfahren XSozial nur monatsgenau zuspielbar.
    • Durch Unterschiede in Konsolidierungsregeln, Zeitbezügen und regionalen Zuordnungen kann es zu Unterschieden zu den veröffentlichten BA-Statistiken kommen.

    Maßnahmeteilnahmehistoriken (MTH/XMTH)

    Die im Folgenden aufgeführten Qualitätshinweise beziehen sich Frodermann et al. (2021) entsprechend separat auf die beiden Ausgangsdatenquellen der Maßnahmeteilnahmehistoriken, MTH und XMTH. Hierbei ist zu beachten, dass diese Quellen im SIAB-R 7519 aus Datenschutzgründen zusammengefasst ausgewiesen werden, und damit die Nachvollziehbarkeit der jeweiligen Hinweise in den Daten eingeschränkt ist.

    MTH

    • Die MTH sind für Maßnahmen mit einem Eintrittsdatum vor dem 01.01.2000 unvollständig. Im SIAB-R 7519 ist dieser Zeitraum nicht gefüllt.
    • Zum 01.01.2005 kommt es zu einem Bruch, da mit Einführung des SGB II Maßnahmeteilnehmende auf verschiedene Träger aufgeteilt wurden (siehe Abschnitte 2.5 und 4.1.2).
    • Die MTH enthält nur Meldungen, die in BA-Verfahren gebucht sind. Deren Nutzung nimmt in Arbeitsgemeinschaften/Getrennten Trägerschaften/getrennten Aufgabenwahrnehmungen zwischen 2005 und 2007 kontinuierlich zu. Ab März 2007 sind die Meldungen für diese Träger komplett. Meldungen, die zugelassene kommunale Träger über den Standard XSozial übermitteln, finden sich in der XMTH. Im SIAB-R 7519 ist der Zeitraum 2005 bis 2007 für die Maßnahmeteilnahmehistoriken nicht gefüllt.
    • Durch die Neuorganisation von SGB-II-Trägern 2011-2014 (siehe Abschnitt 4.1.2) kann es zur Aufspaltung der Dokumentation von Maßnahmeteilnahmen in der MTH und XMTH kommen, wenn es zu einer Umstellung des Meldeverfahrens kommt.12 Dies kann sich in einem Split des Maßnahmespells, aber auch in Dopplungen niederschlagen (siehe Abschnitt 3.1.6).
    • Bei Meldungen zum Überbrückungsgeld wird zum Teil die maximal zulässige Dauer von einem halben Jahr überschritten. Dies kann in den meisten Fällen durch eine Voreinstellung der Eingabemaske im Erfassungssystem erklärt werden.
    • Die MTH wird um Bewerbermerkmale (z. B. „Ausbildung“) aus anderen BA-Verfahren ergänzt. Für diese Merkmale erfolgte im Jahr 2006 die Umstellung des operativen Verfahrens von coArb auf VerBIS. Es gelten hier die gleichen Qualitätseinschränkungen wie für die ASU.

    XMTH

    • In den Jahren 2005 bis 2007 sind die Meldungen von Maßnahmeteilnahmen lückenhaft. Die Höhe der Untererfassung ist wegen fehlender bzw. ungenauer Vergleichszahlen unklar. Im SIAB-R 7519 ist dieser Zeitraum nicht gefüllt.
    • Ca. 13% aller Grundsicherungsträger melden von 2005 bis Anfang 2017 fast keine kommunalen Eingliederungsleistungen (vormals Flankierende Leistungen), die u.a. in der zusammengefassten Kategorie „sonstige Förderung“ enthalten sind. Viele weitere Jobcenter melden nur zeitweise und / oder nur ausgewählte Arten. Das führt zu einer Untererfassung der „sonstigen Förderung“.
    • Übererfassung von Teilnahmen: Die Gesamtbestände wirken ab Ende 2008 stabil. Bei der Mehrzahl der Träger sind aber auch danach zeitweise auffällige Lieferprofile zu registrieren, die Zweifel an der Qualität wecken. Erst die Einführung der XSozial-Förder-ID im Jahr 2009 und die mittlerweile mehrjährige Erfahrung aller Beteiligten stabilisieren das Meldegeschehen und die daran anschließende Datenverarbeitung. Auch die ab 2012 neu hinzukommenden zkT melden weit überwiegend unauffällig, so dass Umfang und Dauer mutmaßlicher Übererfassung merklich zurückgehen.
    • Durch die Neuorganisation von SGB-II-Trägern 2011-2014 (siehe Abschnitt 4.1.2) kann es zur Aufspaltung der Dokumentation von Maßnahmeteilnahmen in der MTH und XMTH kommen, wenn es zu einer Umstellung des Meldeverfahrens kommt. Dies kann sich in einem Split des Maßnahmespells, aber auch in Dopplungen niederschlagen (siehe Abschnitt 3.1.6).
    • Die über monatliche Stichtagsauszählungen in der XMTH erhaltenen Zahlen bzw. Personen unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von den veröffentlichten BA-Statistiken.

     
      


    9 Siehe Paulus/Matthes, 2013, für Details zur Klassifikation der Berufe 2010.

    10 Die im Rahmen des Meldeverfahrens eingesetzten Prüfprogramme ließen bis einschließlich Mai 2012 leere Angaben beim Tätigkeitsschlüssel 2010 zu.

    11 Durch ein Redesign der Datengrundlage der BeH stand zum Zeitpunkt der Erstellung der BeH ausnahmsweise nur das 30- statt des 36-Monatsmaterials zur Verfügung. Analysen mit früheren Datenversionen haben jedoch gezeigt, dass i.d.R. bereits die 18-Monats-Datei einen Füllgrad von rund 99% aufweist. Demnach kommt es in den weiteren 18 Monaten nur noch zu extrem wenigen Nach- oder Korrekturmeldungen.

    12 Weitere Informationen zur Gebietsstruktur der SGB-II-Träger und relevanten Änderungen finden sich unter: http://statistik.ar-beitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Regionale-Gliederungen/Gebietsstruktur-Traeger-Grundsicherung-Nav.html

     

  • 6. Literatur

    Das Literaturverzeichnis enthält alle im Text sowie in den Variablebeschreibungen innerhalb des Metadatenportals genannten Quellen.


    Bender, Stefan / Hilzendegen, Jürgen / Rohwer, Götz / Rudolph, Helmut (1996): Die IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-1990. Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 197, Nürnberg.

    Bertat, Thomas / Dundler, Agnes / Grimm, Christopher / Kiewitt, Jochen / Schomaker, Christine / Schridde, Dr. Henning / Zemann, Dr. Christian (2013): Neue Erhebungsinhalte 'Arbeitszeit', 'ausgeübte Tätigkeit' sowie 'Schul- und Berufsabschluss' in der Beschäftigungsstatistik. Methodenbericht,

    Bundesagentur für Arbeit – Statistik, URL: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Grundlagen/Methodik-Qualitaet/Methodenberichte/Beschaeftigungsstatistik/Generische-Publikationen/MB-Arbeitszeit-ausgeuebte-Taetigkeit-Schul-und-Berufsabschluss.pdf?__blob=publicationFile&v=4 (Zugriff: 28.05.20121).

    Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2005): Schlüsselverzeichnis für die Angaben zur Tätigkeit in den Meldungen zur Sozialversicherung. Ausgabe Januar 2005, Nürnberg.

    Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2007): Handbuch für die Betriebsnummernvergabe und –pflege im Rahmen des Meldeverfahren zur Sozialversicherung. Ausgabe Dezember 2007, Nürnberg.

    Bundesagentur für Arbeit (2009): Klassifikation der Wirtschaftszweige 1973, Nürnberg. URL: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Grundlagen/Klassifikationen/Klassifikation-der-Wirtschaftszweige/Klassifikation-der-Wirtschaftszweige-1973-2003/Generische-Publikationen/WS-1973.xls?__blob=publicationFile&v=4l (Zugriff: 28.05.20121).

    Bundesagentur für Arbeit (2011): Klassifikation der Berufe 2010. Band 1: Systematischer und alphabetischer Teil mit Erläuterungen, Nürnberg. URL: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Grundlagen/Klassifikationen/Klassifikation-der-Berufe/KldB2010/Printausgabe-KldB-2010/Generische-Publikationen/KldB2010-Printversion-Band1.pdf?__blob=publicationFile&v=7 (Zugriff: 28.05.20121).

    Bundesanstalt für Arbeit (1988): Klassifikation der Berufe – Systematisches und Alphabetisches Verzeichnis der Berufsbenennung, Nürnberg. URL: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Grundlagen/Klassifikationen/Klassifikation-der-Berufe/KldB1975-1992/Generische-Publikationen/KldB1988-Die-Klassifikation.xls?__blob=publicationFile&v=8 (Zugriff: 28.05.20121).

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    Frodermann, Corinna/ Schmucker, Alexandra/ Seth, Stefan/ vom Berge, Philipp (2021): Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien (SIAB) 1975 - 2019. FDZ Datenreport, 01/2021 (de), Nürnberg.

    Ganzer, Andreas / Schmidtlein, Lisa / Stegmaier, Jens / Wolter, Stefanie (2020): Betriebs-Historik-Panel 1975-2019. FDZ-Datenreport, 16/2020 (de), Nürnberg, 112 S. DOI: 10.5164/IAB.FDZD.2016.de.v2

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    Statistisches Bundesamt (2003): Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003), Wiesbaden. URL: https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikationen/GueterWirtschaftklassifikationen/Content75/KlassifikationWZ2003.html (Zugriff: 28.05.2021).

    Statistisches Bundesamt (2008): Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), Wiesbaden. URL: https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikationen/Gueter-Wirtschaftsklassifikationen/klassifikation-wz-2008.html (Zugriff: 28.05.2021).

    Statistisches Bundesamt (2021): Staats- und Gebietssystematik, Wiesbaden. URL: https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikationen/Staat-Gebietsystematik/Staatsangehoerigkeitsgebietsschluessel_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=5 (Zugriff: 28.05.2021).

    Thomsen, Ulrich/ Ludsteck, Johannes/ Schmucker, Alexandra (2018): Skilled or unskilled - Improving the information on qualification for employee data in the IAB Employee Biography. FDZ-Methodenreport, 09/2018 (en), Nürnberg.

    Wermter, Winfried/ Cramer, Ulrich (1988): Wie hoch war der Beschäftigtenanstieg seit 1983? – Ein Diskussionsbeitrag aus der Sicht der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt – und Berufsforschung 4/88, S. 468-482.

     

  • 7. Anhang

    A1 Übersicht Datumsanpassungen und Löschungen

    Tabelle A1: Übersicht Datumsanpassungen und Löschungen bei der Aufbereitung des SIAB-R 7519

      Beginn- und Enddatum Satz Datumsan-gabe nach Zensierung BeH LeH LHG (X)ASU (X)MTH
    1975-2019 1975-2019 2007-2019 1997-2004; 2007-2019 2000-2004; 2007-2019
    Lö-schungen Beginn- und Enddatum zwischen 01.01.2005 und 31.12.2006 -       X X
    Beginn- und Enddatum vor 01.01.1997 -       X  
    Beginn- und Enddatum vor 01.01.2000           X
    Beginn- und Enddatum vor 01.01.2007 -     X    
    Links-zensie-rungen Beginn-datum zwischen 01.01.2005 und 31.12.2006,
    Enddatum nach 01.01.2007
    Beginn-datum 01.01.2007     X X X
    Rechts-zensie-rungen Beginn-datum vor 31.12.2004, Enddatum zwischen 01.01.2005 und 31.12.2006 Enddatum
    31.12.2004
          X X
    Links- u. Rechts-zensie-rungen Beginn-datum vor 31.12.2004, Enddatum nach 31.12.2006 Enddatum
    Satz 1
     31.12.2004;
    Beginn-datum Satz 2
    01.01.2007
          X X

     

    A2 Vergleich SIAB 7519 und SIAB-R 7519

    Tabelle A2: Reduktion der Personenzahl im Zuge der Aufbereitung des SIAB-R 7519

      Ausgangsdatei: Anzahl Personen SIAB 7519 1.940.962 100,0%  
    1 Löschen von Sätzen in allen Quellen, die vor Alter 17 enden oder die nach Alter 62 beginnen 1.898.747 97,8% -2,2%
    2

    Löschen von ASU-Sätzen, die vor 1997 enden und MTH-Sätzen, die vor 2000 enden

    Löschen von LHG, XASU, XMTH-Sätzen, die vor 2007 enden

    Löschen von ASU- und MTH-Sätzen, die nach 2004 beginnen und vor 2007 enden

    1.893.292 97,5% -0,3%
      Anzahl Personen SIAB-R 7519 1.893.292 97,5% -2,5%

    A3 Umschlüsselungstabellen vergröberter Merkmale im Vergleich zur schwach anonymisierten Version der SIAB 7517

    Tabelle A3: Merkmalsumschlüsselung „Quelle des Satzes“ (quelle_gr)

    SIAB 7517 SIAB-R 7517 (SUF) Merkmalsausprägung
    1 1 BeH Beschäftigtenhistorik
    2 2 LeH Leistungsempfängerhistorik
    3 3 LHG Leistungshistorik Grundsicherung
    4, 5 4 (X)MTH Maßnahmeteilnahmehistoriken
    6, 7 5 (X)ASU Arbeitsuchendenhistoriken

    Tabelle A4: Merkmalsumschlüsselung „Erwerbsstatus“ (erwstat_gr)

    SIAB 7519 SIAB-R 7517 (SUF) Merkmalsausprägung
    101, 140,143 1 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
    102, 141, 121, 122 2 Auszubildende
    ab 1999: 109, 209 3 Geringfügig Beschäftigte
    ab 1999: 103, 142 4 Beschäftigte in Altersteilzeit
    ab 1999: 105, 106 5 Praktikanten und Werkstudenten

    104, 112, 118 - 120, 123, 124, 149, 201, 203, 205, 599 

    vor 1999: 103, 105, 106, 109, 118, 142, 205, 209

    6 Sonstiger Beschäftigungsstatus
    11 11 Arbeitslosengeld
    12 12 Arbeitslosenhilfe
    13 13 Unterhaltsgeld
    15 14 Beiträge zur privaten Pflegeversicherung
    31, 41, 51 21 Arbeitslos (ALO)
    32 22 Arbeitslos - arbeitsunfaehig bis 42 Tage (ALO-AU)
    33, 43, 53 23 Nicht arbeitslos arbeitssuchend (NALO)
    34, 35, 44, 54, 55 24 Nicht arbeitssuchend - ohne Status (NASU); Ratsuchend (RASU)
    2, 8 31 Minderjährige erwerbsfähige Person
    1, 6, 7 32 Volljährige erwerbsfähige Person
    10001 41 Aktivierung und berufliche Eingliederung
    10002 42 Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
    10003 43 Berufswahl und Berufsausbildung
    10004 44 Beschäftigung schaffende Maßnahmen
    10005 45 Freie Förderung
    10006 46 Sonstige Förderung
    10007 47 Berufliche Weiterbildung


     Tabelle A5: Merkmalsumschlüsselung „Abmeldegrund / Abgabegrund / Beendigungsgrund“ (grund_gr)

    SIAB 7517 SIAB-R 7517 (SUF) Merkmalsausprägung
    130, 149 vor 1999: 131, 132, 134 - 140 0 Abmeldung wg. Ende Beschäftigung
    ab 1999: 131 1 Abmeldung wg. Krankenkassenwechsel (ab ´99)
    ab 1999: 132 2 Abmeldung wg. Beitragsgruppenwechsel (ab ´99)
    ab 1999: 134, 135 3 Abmeldung wg. Unterbrechung der Beschäftigung >1 Monat (auch Arbeitskampf) (ab ´99)
    ab 1999: 136 4 Abmeldung wg. Wechsel im Entgeltabrechnungssystem (ab ´99)
    ab 1999: 140 5 Gleichzeitige Ab- u. Anmeldung wg. Ende der Beschäftigung (ab ´99)
    150, 170 6 Jahresmeldung Beschäftigung
    151 7 Unterbr.-meld. wg. Entgeltersatzlstg.
    ab 1999: 152, 153 8 Unterbr.-meld. wg. Erziehungsurlaub/gesetzl. Dienstpflicht
    154 9 Sonderzahlungen
    133, 155 - 157, 159, 171, 172; vor 1999: 152, 153 10 Abmeldung wg. sonstiger Gründe
    1101, 1163 20 Arbeitsaufnahme
    1100, 1104, 1105, 1113, 1120, 1121, 1138, 1140, 1145, 1147, 1151, 1152, 1155, 1164, 1167 21 Anspruch auf andere Leistung
    1106, 1107, 1110, 1135, 1136, 1137, 1139, 1146, 1149, 1150, 1154, 1156, 1157, 1161, 1169, 1170, 1171 22 Steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung
    1114 23 Mutterschaftsgeld
    1125, 1159 24 Ablauf/Abbruch der Maßnahme
    1102, 1108, 1116, 1119, 1123, 1127, 1130, 1141, 1148 26 Anspruch erschöpft/Bewilligungsabschnitt ausgelaufen
    1103, 1109, 1111, 1115, 1118, 1122, 1126, 1128, 1131, 1132, 1134, 1142, 1143, 1144, 1153, 1158, 1160, 1162, 1165, 1166, 1168, 1174, 1175, 1176, 1177, 1178, 1179, 1180, 1181 27 Sonstige Gründe
    231, 236, 261, 279, 288, 289, 312 30 Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik
    237, 238, 266, 301 31 Beschäftigung (selbst gesucht)
    229, 230, 232, 233, 234, 235, 260, 262, 263, 264, 280, 285, 286, 298, 302, 303 32 Vermittlung in Beschäftigung durch Dritte
    282, 305 33 Beschäftigung/Erwerbstätigkeit ohne nähere Angabe
    247, 246, 267, 306 34 Selbstständigkeit
    253, 268, 307, 315, 325 35 Wehr- und Zivildienst, Wehrübung, Soldat, Beamter
    241, 252, 276, 284, 308, 309, 310 36 Erwerbs- oder Arbeitsunfähigkeit (Krankheit, Mutterschutz), Nichterwerbstätigkeit, Ausscheiden aus Erwerbsleben
    242, 256, 265, 304 37 Wiedereinstellung/Verbleib beim gleichen Arbeitgeber
    239,243,270,271,283,321,322,323,324,327 38 Betriebliche Ausbildung oder Weiterbildung, sonstige Ausbildung
    240,249,269,316 39 Schulische Ausbildung, Studium
    245,277,281,329 40 Trägerwechsel
    244,251,274,318,326 41 Fehlende Mitwirkung oder Verfügbarkeit
    255,328 42 Beendigung der Hilfebedürftigkeit
    250,275,317,330,331 43 Sonderregelungen
    227,228,248,254,273,278,287,290,291,311,313,314,319,320 44 Sonstige Gründe
    300,399 45 DS durch Splittung erzeugt
    501 50 Arbeitsaufnahme
    505 51 Ausbildung, Studium
    506 52 Umzug
    507 53 Eigene Abmeldung
    508 54 Ende Leistungsfortzahlung
    509, 513 55 Altersrente, 65. Lebensjahr
    514 56 Ablauf des Bewilligungszeitraums
    515 57 Wegfall der Erwerbsfähigkeit
    516 58 Wegfall der Hilfebedürftigkeit
    502 - 504, 510 - 512 59 Sonstige Gründe

    Tabelle A6: Merkmalsumschlüsselung „Beruf – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 1988)“ (beruf_gr)

    SIAB 7519 SIAB-R 7519 (SUF) Merkmalsausprägung
    011, 012, 013, 014, 015, 016, 017, 018, 019, 020, 021, 022, 023, 024, 025, 026, 027, 028, 029, 030, 031, 032, 041, 042, 043, 044 1 Landwirte bis Tierpfleger und verwandte Berufe
    051, 052, 053, 054, 055, 056, 057, 058, 059, 060, 061, 062 2 Gärtner, Gartenarbeiter bis Waldarbeiter, Waldnutzer
    071, 072, 073, 074, 075, 076, 077, 078, 079, 080, 081, 082, 083, 084, 085, 086, 087, 088, 089, 090, 091, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112 3 Bergleute bis Formstein-, Betonhersteller
    121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 134, 135 4 Keramiker bis Glasbearbeiter, Glasveredler
    141 5 Chemiebetriebswerker
    142, 143, 144 6 Chemielaborwerker bis Vulkaniseure
    151 7 Kunststoffverarbeiter
    161, 162, 163, 164 8 Papier-, Zellstoffhersteller bis sonstige Papierverarbeiter
    171, 172, 173, 174 9 Schriftsetzer bis Flach-, Tiefdrucker
    175, 176, 177 10 Spezialdrucker, Siebdrucker bis Druckerhelfer
    181, 182, 183, 184 11 Holzaufbereiter bis Korb-, Flechtwarenmacher
    191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199, 200, 201, 202, 203 12 Eisen-, Metallerzeuger, Schmelzer bis Halbzeugputzer und sonstige Formgießerberufe
    211, 212, 213 13 Blechpresser, -zieher, -stanzer bis sonstige Metallverformer (spanlose Verformung)
    221 14 Dreher
    222, 223, 224 15 Fräser bis Bohrer
    225, 226 16 Metallschleifer bis übrige spanende Berufe
    231, 232, 233, 234, 235, 242, 243, 244 17 Metallpolierer bis Metallkleber und übrige Metallverbinder
    241 18 Schweißer, Brennschneider
    251, 252, 263 19 Stahlschmiede bis Rohrnetzbauer, Rohrschlosser
    261 20 Feinblechner
    262 21 Rohrinstallateure
    270, 271, 272 22 Schlosser o.n.A. bis Blech-, Kunststoffschlosser
    273 23 Maschinenschlosser
    274, 275 24 Betriebsschlosser, Reparaturschlosser bis Stahlbauschlosser, Eisenschiffbauer
    281 25 Kraftfahrzeuginstandsetzer
    282, 283, 284 26 Landmaschineninstandsetzer bis Feinmechaniker
    285, 286 27 Sonstige Mechaniker bis Uhrmacher
    291, 301, 302 28 Werkzeugmacher bis Edelmetallschmiede
    303, 304, 305, 306 29 Zahntechniker bis Puppenmacher, Modellbauer, Präperatoren
    311 30 Elektroinstallateure, -monteure
    312, 313, 315 31 Fernmeldemonteure, -handwerker bis Funk-, Tongerätemechaniker
    314 32 Elektrogerätebauer
    321 33 Elektrogeräte-, Elektroteilemontierer
    322 34 Sonstige Montierer
    323 35 Metallarbeiter o.n.a.
    331, 332, 333, 334, 335, 336, 337, 338, 339, 340, 341, 342, 343, 344, 345, 346, 371, 372, 373, 374, 375, 376, 377, 378 36 Spinner, Spinnvorbereiter bis Fellverarbeiter
    351, 352, 353, 354, 355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362 37 Schneider bis Textilausrüster
    391, 392 38 Backwarenhersteller bis Konditoren
    401, 402, 403 39 Fleischer bis Fischverarbeiter
    411, 412 40 Köche bis Fertiggerichte-, Obst-, Gemüsekonservierer, -zubereiter
    421, 422, 423, 424, 425, 426, 427, 428, 429, 430, 431, 432, 433 41 Weinküfer bis Zucker-, Süßwaren-, Speiseeishersteller
    441, 442 42 Maurer bis Betonbauer
    451, 453 43 Zimmerer bis Gerüstbauer
    452 44 Dachdecker
    461, 462 45 Pflasterer, Steinsetzer bis Strassenbauer
    463, 464, 465, 466 46 Gleisbauer bis sonstige Tiefbauer
    470, 471, 472 47 Bauhilfsarbeiter bis sonstige Bauhilfsarbeiter, Bauhelfer, a.n.g.
    481, 482 48 Stukkateure, Gipser, Verputzer bis Isolierer, Abdichter
    483, 484, 485, 486 49 Fliesenleger bis Estrich-, Terazzoleger
    491, 492, 502, 503, 504 50 Raumausstatter bis sonst. Holz-, Sportgerätebauer
    501 51 Tischler
    511 52 Maler, Lackierer (Ausbau)
    512, 513, 514 53 Warenmaler, -lackierer bis Kerammaler, Glasmaler
    521 54 Warenprüfer, -sortierer, a.n.g.
    522 55 Warenaufmacher, Versandfertigmacher
    531 56 Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe
    541, 542, 543, 544, 545, 546 57 Energiemaschinisten bis Baumaschinenführer
    547, 548, 549 58 Maschinenwärter, Maschinistenhelfer bis Maschineneinrichter o.n.A.
    601 59 Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus
    602 60 Elektroingenieure
    603 61 Architekten, Bauingenieure
    604, 605, 606, 607 62 Vermessungsingenieure bis sonstige Ingenieure
    611, 612 63 Chemiker, Chemieingenieure bis Physiker, Physikingenieure, Mathematiker
    621 64 Maschinenbautechniker
    622, 623 65 Techniker des Elektrofaches bis Bautechniker
    624, 625, 626, 627 66 Vermessungstechniker bis übrige Fertigungstechniker
    628 67 Sonstige Techniker
    629 68 Industriemeister, Werkmeister
    631, 632 69 Biologischtechnische Sonderfachkräfte bis physikalisch-, mathematisch-technische Sonderfachkräfte
    633, 634 70 Chemielaboraten bis Photolaboranten
    635 71 Technische Zeichner
    681 72 Groß- und Einzelhandelskaufleute,  Einkäufer
    682 73 Verkäufer
    683, 684, 685, 686 74 Verlagskaufleute, Buchhändler bis Tankwarte
    687, 688 75 Handelsvertreter, Reisende bis ambulante Händler
    691, 692 76 Bankfachleute bis Bausparkassenfachleute
    693, 694 77 Krankenversicherungskaufleute (nicht Sozialversicherung) bis Lebens-, Sachversicherungskaufleute
    701 78 Speditionskaufleute
    702, 703, 704, 705, 706 79 Fremdenverkehrsfachleute bis Geldeinnehmer, -auszahler, Kartenverkäufer, -kontrolleure
    711, 712, 713, 715, 716 80 Schienenfahrzeugführer bis Strassenwarte
    714 81 Kraftfahrzeugführer
    721, 722, 723, 724, 725, 726 82 Nautiker bis Luftverkehrsberufe
    731, 732, 733, 734 83 Posthalter bis Telefonisten
    741 84 Lagerverwalter, Magaziner
    742 85 Transportgeräteführer
    743, 744 86 Stauer, Möbelpacker bis Lager-, Transportarbeiter
    751 87 Unternehmer, Geschäftsführer, Geschäftsbereichsleiter
    752, 753 88 Unternehmensberater, Organisatoren bis Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
    761, 762, 763 89 Abgeordnete, Minister, Wahlbeamte bis Verbandsleiter, Funktionäre
    771, 772 90 Kalkulatoren, Berechner bis Buchhalter
    773 91 Kassierer
    774 92 Datenverarbeitungsfachleute
    781 93 Bürofachkräfte
    782, 783 94 Stenographen, Stenotypisten, Maschinenschreiber bis Datentypisten
    784 95 Bürohilfskräfte
    791, 792 96 Werkschutzleute, Detektive bis Wächter, Aufseher
    793, 794 97 Pförtner, Hauswarte bis Haus-, Gewerbediener
    801, 802, 803, 804, 805, 806, 807, 808, 809, 810, 811, 812, 813, 814 98 Soldaten, Grenzschutz-, Polizeibedienstete bis Rechtsvollstrecker
    821, 822, 823 99 Publizisten bis Bibliothekare, Archivare, Museumsfachleute
    831, 832, 833, 834 100 Musiker bis Dekorationen-, Schildermaler
    835, 836, 837, 838 101 Künstlerische und zugeordnete Berufe der Bühnen-, Bild-, Tontechnik bis Artisten, Berufssportler, künstlerische Hilfsberufe
    841, 842, 843, 844 102 Ärzte bis Apotheker
    851, 852 103 Heilpraktiker bis Masseure, Krankengymnasten und verwandte Berufe
    853 104 Krankenschwestern, -pfleger, Hebammen
    854 105 Helfer in der Krankenpflege
    855, 857 106 Diätassistenten, pharmazeutisch-technische Assistenten bis Medizinallaboranten
    856 107 Sprechstundenhelfer
    861, 863, 891, 892, 893 108 Sozialarbeiter, Sozialpfleger bis Seelsorge-, Kulthelfer
    862 109 Heimleiter, Sozialpädagogen
    864 110 Kindergärtner, Kinderpfleger
    871, 872, 873, 874 111 Hochschullehrer, Dozenten an höheren Fachschulen und Akademien bis Fachschul-, Berufsschul-, Werklehrer
    875, 876, 877 112 Lehrer für musische Fächer bis sonstige Lehrer
    881, 882, 883 113 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, a.n.g., Statistiker bis Naturwissenschaftler a.n.g.
    901, 902 114 Friseure bis sonstige Körperpfleger
    911, 912 115 Gastwirte, Hoteliers, Gaststättenkaufleute bis Kellner, Stewards
    913 116 Übrige Gästebetreuer
    921, 922, 923, 924 117 Hauswirtschaftsverwalter bis mit Haushaltsscheckverfahren gemeldete Arbeitnehmer
    931, 932 118 Wäscher, Plätter bis Textilreiniger, Färber und Chemischreiniger
    933, 934 119 Raum-, Hausratreiniger bis Glas-, Gebäudereiniger
    935, 936, 937 120 Strassenreiniger, Abfallbeseitiger bis Maschinen-, Behälterreiniger und verwandte Berufe

    Tabelle A7: Merkmalsumschlüsselung „Berufsgruppe – ausgeübte/letzte Tätigkeit (KldB 2010)“ (beruf2010_gr)

    SIAB 7519 SIAB-R 7519 (SUF) Merkmalsausprägung
    111, 112, 113, 114, 115, 116, 117 1 Land-, Tier- und Forstwirtschaftsberufe
    121 2 Gartenbauberufe
    122 3 Floristikberufe
    211 4 Berg-, Tagebau und Sprengtechnikberufe
    212 5 Naturstein- und Mineralaufbereitungs- und -verarbeitungs- und Baustoffherstellungsberufe
    213 6 Industrielle Glasherstellungs- und -verarbeitungsberufe
    214 7 Industrielle Keramikherstellungs- und -verarbeitungsberufe
    221 8 Kunststoff- und Kautschukherstellungs- und -verarbeitungsberufe
    222 9 Farb- und Lacktechnikberufe
    223 10 Holzbe- und -verarbeitungsberufe 
    231  11 Papier- und Verpackungstechnikberufe 
    232 12  Technische Mediengestaltungsberufe 
    233 13  Fototechnik- und Fotografieberufe 
    234 14 Drucktechnik- und -weiterverarbeitungs-, Buchbinderberufe 
    241  15 Metallerzeugungsberufe
    242  16 Metallbearbeitungsberufe 
    243 17 Metalloberflächenbehandlungsberufe 
    244  18  Metallbau- und Schweisstechnikberufe
    245  19  Feinwerk- und Werkzeugtechnikberufe
    251 20 Maschinenbau- und Betriebstechnikberufe
    252 21 Fahrzeug-, Luft-, Raumfahrt- und Schiffbautechnikberufe 
    261  22  Mechatronik- und Automatisierungstechnikberufe 
    262  23  Energietechnikberufe 
    263  24  Elektrotechnikberufe 
    271  25  Technische Forschungs- und Entwicklungsberufe 
    272  26  Technische Zeichner/innen, Konstruktions- und Modellbauberufe 
    273  27  Technische Produktionsplanungs- und -steuerungsberufe 
    281  28  Textiltechnik- und -produktionsberufe 
    282  29  Textilverarbeitungsberufe 
    283  30  Leder-, Pelzherstellungs- und -verarbeitungsberufe
    291  31  Getränkeherstellungsberufe 
    292  32  Lebensmittel- und Genussmittelherstellungsberufe 
    293  33  Speisenzubereitungsberufe 
    311  34 Bauplanungs- und -überwachungs-, Architekturberufe 
    312  35  Vermessungs- und Kartografieberufe 
    321  36  Hochbauberufe 
    322  37  Tiefbauberufe 
    331  38 Bodenverlegungsberufe 
    332  39  Maler- und Lackierer-, Stuckateur-, Bauwerksabdichtungs-, Holz- und Bautenschutzberufe 
    333  40  Aus- und Trockenbau-, Isolierungs-, Zimmerer-, Glaserei-, Rollladen- und Jalousiebauberufe 
    341  41  Gebäudetechnikberufe 
    342  42  Klempnerei-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikberufe 
    343  43  Ver- und Entsorgungsberufe 
    411  44  Mathematik- und Statistikberufe 
    412  45  Biologieberufe 
    413  46  Chemieberufe 
    414  47  Physikberufe 
    421  48  Geologie-, Geografie- und Meteorologieberufe 
    422  49  Umweltschutztechnikberufe 
    423  50  Umweltmanagement- und -beratungsberufe 
    431  51 Informatikberufe 
    432  52  IT-Systemanalyse-, IT-Anwendungsberatungs- und IT-Vertriebsberufe 
    433  53  IT-Netzwerktechnik-, IT-Koordinations-, IT-Administrations- und IT-Organisationsberufe 
    434  54  Softwareentwicklungs- und Programmierungsberufe 
    511  55  Berufe im technischen Betrieb des Eisenbahn-, Luft- und Schiffsverkehrs 
    512  56  Berufe in der Überwachung und Wartung der Verkehrsinfrastruktur 
    513  57  Lagerwirtschafts-, Post- und Zustellungs-, Güterumschlagberufe 
    514  58  Servicekräfte im Personenverkehr 
    515  59  Berufe in der Überwachung und Steuerung des Verkehrsbetriebs 
    516  60  Kaufleute für Verkehr und Logistik 
    521  61  Fahrzeugführer/innen im Straßenverkehr 
    522  62  Fahrzeugführer/innen im Eisenbahnverkehr 
    523  63  Fahrzeugführer/innen im Flugverkehr 
    524  64  Fahrzeugführer/innen im Schiffsverkehr 
    525  65  Bau- und Transportgeräteführer/innen 
    531, 532, 533  66  Schutz-, Sicherheits- und Überwachungsberufe 
    541  67  Reinigungsberufe 
    611  68  Einkaufs- und Vertriebsberufe 
    612  69  Handelsberufe 
    613  70  Immobilienwirtschafts- und Facility-Management-Berufe 
    621  71  Verkaufsberufe (ohne Produktspezialisierung) 
    622  72  Verkaufsberufe Bekleidung, Elektronik, Kraftfahrzeugen und Hartwaren
    623  73  Verkaufsberufe Lebensmitteln 
    624  74  Verkauf von drogerie- und apothekenüblichen Waren, Sanitäts- und Medizinbedarf 
    625  75  Buch-, Kunst-, Antiquitäten- und Musikfachhandelsberufe 
    631  76  Tourismus- und Sportberufe 
    632  77  Hotellerieberufe 
    633  78  Gastronomieberufe 
    634  79  Veranstaltungsservice- und -managementberufe 
    711  80  Geschäftsführer/innen und Vorstände 
    712  81  Angehörige gesetzgebender Körperschaften und leitende Bedienstete von Interessenorganisationen 
    713  82  Unternehmensorganisations- und -strategieberufe 
    714  83  Büro- und Sekretariatsberufe 
    715  84  Berufe in Personalwesen und -dienstleistung 
    721  85  Versicherungs- und Finanzdienstleistungsberufe 
    722  86  Berufe im Rechnungswesen, in Controlling und Revision 
    723  87  Steuerberatungsberufe 
    731  88  Rechtsberatungs-, -sprechungs- und -ordnungsberufe 
    732  89  Verwaltungsberufe 
    733  90  Medien-, Dokumentations- und Informationsdienstberufe 
    811  91  Arzt- und Praxishilfen 
    812  92  Medizinische Laboranten/Laborantinnen 
    813  93  Gesundheits- und Krankenpflege-, Rettungsdienst- und Geburtshilfeberufe 
    814  94  Human- und Zahnmedizinische Berufe 
    816  95  Psychologische und nicht-ärztliche psychotherapeutische Berufe 
    817  96  Nicht-ärztliche Therapie- und Heilkundeberufe 
    818  97  Pharmazeutische Berufe 
    821  98  Altenpflegeberufe 
    822  99  Ernährungs- und Gesundheitsberatungs-, Wellnessberufe 
    823  100  Körperpflegeberufe 
    824  101  Berufe im Bestattungswesen 
    825  102  Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnikberufe 
    831  103  Erziehungs-, Sozialarbeits-, Heilerziehungspflegeberufe 
    832  104  Hauswirtschafts- und Verbraucherberatungsberufe 
    833  105  Berufe in der Theologie und Gemeindearbeit 
    841  106  Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen 
    842  107  Lehrkräfte für berufsbildende Fächer, betriebliche Ausbildung und Betriebspädagogik 
    843  108  Lehrkräfte und Forscher/innen an Hochschulen 
    844  109  Lehrkräfte an außerschulischen Bildungseinrichtungen (außer Fahr-, Flug- und Sportlehrkräfte) 
    845  110  Fahr- und Sportlehrkräfte an außerschulischen Bildungseinrichtungen 
    912  111  Geisteswissenschaftliche Berufe 
    913  112  Gesellschaftswissenschaftliche Berufe 
    914  113  Wirtschaftswissenschaftliche Berufe 
    921  114  Werbungs- und Marketingberufe 
    922  115  Öffentlichkeitsarbeitsberufe 
    923  116  Verlags- und Medienwirtschaftliche Berufe 
    924  117  Redaktions- und journalistische Berufe 
    931, 932, 933, 934, 935, 936  118  Produktdesign- und kunsthandwerkliche Berufe, Berufe in der bildenden Kunst, im Musikinstrumentenbau 
    941 119 Musiker/innen, Sänger/innen und Dirigenten/Dirigentinnen
    942 120 Schauspiel-, Tanz- und Bewegungskunstberufe
    943 121 Moderations- und Unterhaltungsberufe
    944 122 Theater-, Film- und Fernsehproduktionsberufe
    945  123 Veranstaltungs-, Kamera- und Tontechnikberufe 
    946 124 Berufe in der Bühnen- und Kostümbildnerei, Requisite
    947 125 Museums-/Ausstellungstechnik- und -managementberufe
    11, 12, 14, 815, 911 126 Sonstige Berufe

    Tabelle A8: Merkmalsumschlüsselung „W08_3 vervollständigt durch Extrapolation/Imputation“ (w08_gen_gr)

    SIAB 7519 SIAB-R 7519 (SUF) Branchengruppe Anonymisiert in den Kreisregionen
    011 - 032, 051 - 099, 351 - 353, 360 - 390 1 Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei; Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden, sonstige Industrie (A, B, D, E) 3103, 5120, 6413, 6434, 7132, 8221, 8421, 9474, 8562, 8563, 8573, 16053
    101 - 120, 131 - 152, 161 - 182, 310 - 332 2 Verarbeitendes Gewerbe 1 (CA, CB, CC, CM)  
    191, 192,201 - 206, 211, 212, 221 - 239, 241 - 259 3 Verarbeitendes Gewerbe 2 (CD, CE, CF, CG, CH) 12052
    261 - 268, 271 - 279, 281 - 289, 291 - 309 4 Verarbeitendes Gewerbe 3 (CI, CJ, CK, CL) 3151, 3256, 12052, 12054, 12071
    411-439 5 Baugewerbe (F)  
    451 - 479 6 Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (G)  
    491 - 532 7 Verkehr und Lagerei (H) 9562
    551 - 563 8 Gastgewerbe (I) 3453, 9183, 9573, 9771
    581 - 639, 681 - 829 9 Information und Kommunikation; Grundstücks- und Wohnungswesen; Erbringung von freiberufl./wissensch./techn./sonst. Dienstleistungen (J, L, M, N)  
    641 - 663 10 Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (K) 5512, 7235, 8236, 12071, 13072, 16061
    841 - 843 11 Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung (O) 5512
    851 - 856 12 Erziehung und Unterricht (P) 3361, 7231, 9375
    861 - 889 13 Gesundheitswesen; Heime und Sozialwesen (Q)  
    900 - 990 14 Sonstige Dienstleistungen (R, S, T, U) 9183

    Tabelle A9: Regionalisierung von kreisfreien Städten und Landkreisen, Gebietsstand 31.12.2017 (ao_region)

    9186, 9185SIAB 7519 SIAB-R 7519 (SUF) Kreisregion
    1002 1002 Kiel, Landeshauptstadt
    1003 1003 Lübeck, Hansestadt
    1051 1051 Dithmarschen
    1053 1053 Herzogtum Lauenburg
    1054 1054 Nordfriesland
    1055 1055 Ostholstein
    1056 1056 Pinneberg
    1057 1057 Plön
    1058, 1004 1058 Rendsburg-Eckernförde/Neumünster, Stadt
    1059, 1001 1059 Schleswig-Flensburg/Flensburg, Stadt
    1060 1060 Segeberg
    1061 1061 Steinburg
    1062 1062 Stormarn
    2000 2000 Hamburg, Freie und Hansestadt
    3101   3101 Braunschweig, Stadt 
    3102  3102 Salzgitter, Stadt 
    3103   3103 Wolfsburg, Stadt
    3151   3151 Gifhorn 
    3153   3153 Goslar 
    3155, 3255  3155 Northeim/Holzminden 
    3157   3157 Peine 
    3158, 3154   3158 Wolfenbüttel/ Helmstedt 
    3159   3159 Göttingen 
    3241   3241 Region Hannover 
    3251, 3401   3251 Diepholz/Delmenhorst, Stadt 
    3252   3252 Hameln-Pyrmont 
    3254   3254 Hildesheim 
    3256  3256 Nienburg (Weser) 
    3257   3257 Schaumburg 
    3351   3351 Celle 
    3352, 3461   3352 Cuxhaven/Wesermarsch 
    3353  3353 Harburg 
    3355  3355 Lüneburg 
    3356   3356 Osterholz 
    3357   3357 Rotenburg (Wümme) 
    3358   3358 Heidekreis 
    3359   3359 Stade 
    3360, 3354  3360 Uelzen/Lüchow-Dannenberg
    3361 3361 Verden
    3403   3403 Oldenburg (Oldenburg), Stadt 
    3404  3404 Osnabrück, Stadt 
    3451   3451 Ammerland 
    3452, 3402   3452 Aurich/Emden, Stadt 
    3453   3453 Cloppenburg 
    3454  3454 Emsland 
    3455, 3405, 3462   3455 Friesland/Wilhelmshaven, Stadt/Wittmund 
    3456  3456 Grafschaft Bentheim
    3457   3457 Leer 
    3458   3458 Oldenburg 
    3459   3459 Osnabrück 
    3460   3460 Vechtachen 
    4011   4011 Bremen, Stadt 
    4012   4012 Bremerhaven, Stadt 
    5111   5111 Düsseldorf, Stadt 
    5112  5112 Duisburg, Stadt 
    5113  5113 Essen, Stadt 
    5114  5114 Krefeld, Stadt 
    5116  5116 Mönchengladbach, Stadt 
    5117  5117 Mülheim an der Ruhr, Stadt 
    5119  5119 Oberhausen, Stadt 
    5120  5120 Remscheid, Stadt 
    5122   5122 Solingen, Klingenstadt 
    5124   5124 Wuppertal, Stadt
    5154 5154 Kleve 
    5158  5158 Mettmann
    5162  5162 Rhein-Kreis Neuss 
    5166 5166 Viersen 
    5170  5170 Wesel 
    5314   5314 Bonn, Stadt 
    5315   5315 Köln, Stadt 
    5316   5316 Leverkusen, Stadt 
    5334   5334 Städteregion Aachen 
    5358   5358 Düren 
    5362   5362 Rhein-Erft-Kreis 
    5366   5366 Euskirchen 
    5370   5370 Heinsberg 
    5374   5374 Oberbergischer Kreis 
    5378    5378 Rheinisch-Bergischer Kreis 
    5382   5382 Rhein-Sieg-Kreis 
    5512   5512 Bottrop, Stadt 
    5513 5513 Gelsenkirchen, Stadt 
    5515   5515 Münster, Stadt 
    5554   5554 Borken 
    5558   5558 Coesfeld 
    5562   5562 Recklinghausen 
    5566   5566 Steinfurt 
    5570   5570 Warendorf 
    5711   5711 Bielefeld, Stadt 
    5754   5754 Gütersloh 
    5758  5758 Herford 
    5762   5762 Höxter 
    5766   5766 Lippe 
    5770   5770 Minden-Lübbecke 
    5774  5774 Paderborn 
    5911   5911 Bochum, Stadt 
    5913   5913 Dortmund, Stadt 
    5914   5914 Hagen, Stadt 
    5915   5915 Hamm, Stadt 
    5916   5916 Herne, Stadt 
    5954   5954 Ennepe-Ruhr-Kreis 
    5958   5958 Hochsauerlandkreis 
    5962   5962 Märkischer Kreis 
    5966   5966 Olpe 
    5970   5970 Siegen-Wittgenstein 
    5974   5974 Soest 
    5978   5978 Unna 
    6411   6411 Darmstadt, Wissenschaftsstadt 
    6412   6412 Frankfurt am Main, Stadt 
    6413   6413 Offenbach am Main, Stadt 
    6414   6414 Wiesbaden, Landeshauptstadt 
    6431, 6437  6431 Bergstrasse/Odenwaldkreis 
    6432   6432 Darmstadt-Dieburg 
    6433   6433 Gross-Gerau 
    6434   6434 Hochtaunuskreis 
    6435   6435 Main-Kinzig-Kreis 
    6436   6436 Main-Taunus-Kreis 
    6438  6438 Offenbach 
    6439  6439 Rheingau-Taunus-Kreis 
    6440   6440 Wetteraukreis 
    6531   6531 Giessen 
    6532   6532 Lahn-Dill-Kreis 
    6533   6533 Limburg-Weilburg 
    6534   6534 Marburg-Biedenkopf 
    6535  6535 Vogelsbergkreis 
    6611   6611 Kassel, Stadt 
    6631   6631 Fulda 
    6632  6632 Hersfeld-Rotenburg 
    6633   6633 Kassel 
    6634   6634 Schwalm-Eder-Kreis 
    6635   6635 Waldeck-Frankenberg 
    6636   6636 Werra-Meissner-Kreis 
    7111   7111 Koblenz, kreisfreie Stadt 
    7131   7131 Ahrweiler 
    7132  7132 Altenkirchen (Westerwald) 
    7133, 7134   7133 Bad Kreuznach/Birkenfeld 
    7137   7137 Mayen-Koblenz 
    7138   7138 Neuwied 
    7140, 7135   7140 Rhein-Hunsrück-Kreis/Cochem-Zell 
    7141   7141 Rhein-Lahn-Kreis  
    7143   7143 Westerwaldkreis 
    7211   7211 Trier, kreisfreie Stadt 
    7231   7231 Bernkastel-Wittlich 
    7232, 7233   7232 Eifelkreis Bitburg-Prüm/Vulkaneifel 
    7235   7235 Trier-Saarburg 
    7314   7314 Ludwigshafen am Rhein, Stadt 
    7315   7315 Mainz, kreisfreie Stadt 
    7331, 7319   7331 Alzey-Worms/Worms, kreisfreie Stadt 
    7332, 7316   7332 Bad Dürkheim/Neustadt an der Weinstraße, St. 
    7333, 7336   7333 Donnersbergkreis/Kusel 
    7334  7334 Germersheim 
    7335, 7312   7335 Kaiserslautern/Kaiserslautern, kr.f. Stadt 
    7337, 7313   7337 Südliche Weinstraße/Landau in der Pfalz, kr.f. Stadt 
    7338, 7311, 7318   7338 Rhein-Pfalz-Kreis/Frankenthal (Pfalz), kr.f. Stadt/Speyer, kr.f. Stadt 
    7339   7339 Mainz-Bingen 
    7340, 7317, 7320   7340 Südwestpfalz/Pirmasens, kr.f. Stadt/Zweibrücken, kr.f. Stadt 
    8111 8111 Stuttgart
    8115 8115 Böblingen
    8116  8116 Esslingen 
    8117 8117 Göppingen
    8118 8118 Ludwigsburg
    8119 8119 Rems-Murr-Kreis
    8121 8121 Heilbronn, Stadt
    8125 8125 Heilbronn
    8126 8126 Hohenlohekreis
    8127 8127 Schwäbisch Hall
    8128 8128 Main-Tauber-Kreis
    8135 8135 Heidenheim
    8136 8136 Ostalbkreis
    8212   8212 Karlsruhe, Stadt 
    8215 8215 Karlsruhe
    8216 8216 Rastatt/Baden-Baden
    8221 8221 Heidelberg, Stadt
    8222 8222 Mannheim, Universitätsstadt
    8225 8225 Neckar-Odenwald-Kreis
    8226 8226 Rhein-Neckar-Kreis
    8231 8231 Pforzheim
    8235 8235 Calw
    8236 8236 Enzkreis
    8237 8237 Freudenstadt
    8311 8311 Freiburg im Breisgau, Stadt
    8315 8315 Breisgau-Hochschwarzwald
    8316 8316 Emmendingen
    8317 8317 Ortenaukreis
    8325  8325 Rottweil 
    8326   8326 Schwarzwald-Baar-Kreis
    8327  8327 Tuttlingen 
    8335   8335 Konstanz 
    8336 8336 Lörrach
    8337  8337 Waldshut 
    8415 8415 Reutlingen
    8416 8416 Tübingen
    8417  8417 Zollernalbkreis 
    8421 8421 Ulm, Universitätsstadt
    8425 8425 Alb-Donau-Kreis
    8426 8426 Biberach
    8435   8435 Bodenseekreis 
    8436 8436 Ravensburg
    8437 8437 Sigmaringen
    9161 9161 Ingolstadt, Stadt
    9162 9162 München, Landeshauptstadt
    9171   9171 Altötting 
    9172  9172 Berchtesgadener Land 
    9173   9173 Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach 
    9174   9174 Dachau 
    9175   9175 Ebersberg 
    9176   9176 Eichstätt
    9177   9177 Erding 
    9178   9178 Freising 
    9179 9179 Fürstenfeldbruck
    9181 9181 Landsberg am Lech
    9183 9183 Mühldorf a. Inn
    9184  9184 München 
    9186, 9185 9186 Pfaffenhofen a.d. Ilm/Neuburg-Schrobenhausen
    9187, 9163 9187 Rosenheim/Rosenheim, Stadt 
    9188   9188 Starnberg 
    9189   9189 Traunstein 
    9190, 9180 9190 Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen 
    9271  9271 Deggendorf 
    9272, 9276 9272 Freyung-Grafenau/Regen
    9273   9273 Kelheim 
    9274, 9261   9274 Landshut/Landshut, Stadt 
    9275, 9262   9275 Passau/Passau, Stadt 
    9277, 9279  9277 Rottal-Inn/Dingolfing-Landau 
    9278, 9263   9278 Straubing-Bogen/Straubing, Stadt 
    9362 9362 Regensburg, Stadt
    9371, 9361 9371 Amberg-Sulzbach/Amberg, Stadt
    9372 9372 Cham
    9373 9373 Neumarkt i.d. OPf
    9374, 9363, 9377 9374 Neustadt a.d. Waldnaab/Weiden i.d. OPf., Stadt/Tirschenreuth
    9375 9375 Regensburg
    9376 9376 Schwandorf
    9471, 9461 9471 Bamberg/Bamberg, Stadt
    9472, 9462, 9477 9472 Bayreuth/Bayreuth, Stadt/Kulmbach
    9473, 9463 9473 Coburg/Coburg, Stadt
    9474 9474 Forchheim
    9475, 9464, 9479 9475 Hof/Hof, Stadt/Wunsiedel i. Fichtelgebirge
    9476, 9478 9476 Kronach/Lichtenfels
    9562 9562 Erlangen, Stadt
    9563 9563 Fürth, Stadt
    9564 9564 Nürnberg, Stadt
    9571, 9561, 9575, 9577 9571 Ansbach/Ansbach, Stadt/Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim/Weißenburg-Gunzenhausen
    9572 9572 Erlangen-Höchstadt
    9573 9573 Fürth
    9574 9574 Nürnberger Land
    9576, 9565 9576 Roth/Schwabach, Stadt
    9663 9663 Würzburg, Stadt
    9671, 9661 9671 Aschaffenburg/Aschaffenburg, Stadt
    9672 9672 Bad Kissingen
    9673, 9674 9674 Rhön-Grabfeld/Hassberge
    9676 9676 Miltenberg
    9677 9677 Main-Spessart
    9678, 9662 9678 Schweinfurt/Schweinfurt, Stadt
    9679, 9675 9679 Würzburg/Kitzingen
    9761 9761 Augsburg, Stadt
    9771 9771 Aichach-Friedberg
    9772 9772 Augsburg
    9774 9774 Günzburg
    9775 9775 Neu-Ulm
    9777, 9762 9777 Ostallgäu/Kaufbeuren, Stadt
    9778, 9764 9778 Unterallgäu/Memmingen, Stadt
    9779, 9773 9779 Donau-Ries/Dillingen a.d. Donau
    9780, 9763, 9776 9780 Oberallgäu/Kempten (Allgäu), Stadt/Lindau (Bodensee)
    10041   10041 Regionalverband Saarbrücken 
    10042, 10046   10042 Merzig-Wadern/St. Wendel 
    10043   10043 Neunkirchen 
    10044   10044 Saarlouis 
    10045   10045 Saarpfalz-Kreis 
    11000   11000 Berlin, Stadt 
    12052  12052 Cottbus, Stadt 
    12054   12054 Potsdam, Stadt 
    12060   12060 Barnim 
    12061   12061 Dahme-Spreewald 
    12062   12062 Elbe-Elster 
    12063   12063 Havelland 
    12064  12064 Märkisch-Oderland 
    12065   12065 Oberhavel 
    12066   12066 Oberspreewald-Lausitz 
    12067, 12053  12067 Oder-Spree/Frankfurt (Oder), Stadt 
    12068, 12070  12068 Ostprignitz-Ruppin/Prignitz 
    12069, 12051   12069 Potsdam-Mittelmark/Brandenburg an der Havel, Stadt 
    12071   12071 Spree-Neisse 
    12072  12072 Teltow-Fläming 
    12073   12073 Uckermark 
    13003  13003 Rostock, Stadt 
    13071   13071 Mecklenburgische Seenplatte 
    13072   13072 Landkreis Rostock 
    13073   13073 Vorpommern-Rügen
    13074, 13004  13074 Nordwestmecklenburg/Schwerin, Landeshauptstadt 
    13075   13075 Vorpommern-Greifswald 
    13076   13076 Ludwigslust-Parchim 
    14511   14511 Chemnitz, Stadt 
    14521   14521 Erzgebirgskreis 
    14522   14522 Mittelsachsen 
    14523   14523 Vogtlandkreis 
    14524   14524 Zwickau 
    14612   14612 Dresden, Stadt 
    14625   14625 Bautzen 
    14626   14626 Görlitz 
    14627   14627 Meissen 
    14628   14628 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 
    14713 14713 Leipzig, Stadt
    14729 14729 Leipzig
    14730 14730 Nordsachsen
    15002 15002 Halle (Saale), Stadt
    15003 15003 Magdeburg, Stadt
    15082, 15001 15082 Anhalt-Bitterfeld/Dessau-Rosslau, Stadt
    15083, 15086 15083 Börde/Jerichower Land
    15084 15084 Burgenlandkreis
    15085 15085 Harz
    15087   15087 Mansfeld-Südharz 
    15088  15088 Saalekreis 
    15089   15089 Salzlandkreis 
    15090, 15081 15090 Stendal/Altmarkkreis Salzwedel
    15091 15091 Wittenberg
    16051 16051 Erfurt, Stadt
    16053 16053 Jena, Stadt
    16061 16061 Eichsfeld
    16062, 16065 16062 Nordhausen/Kyffhäuserkreis
    16063, 16056 16063 Wartburgkreis/Eisenach, Stadt
    16064 16064 Unstrut-Hainich-Kreis
    16066, 16054 16066 Schmalkalden-Meiningen/Suhl, Stadt
    16067 16067 Gotha
    16069, 16072 16069 Hildburghausen/Sonneberg
    16070 16070 Ilm-Kreis
    16071, 16055, 16068   16071 Weimarer Land/Weimar, Stadt/Sömmerda 
    16073 16073 Saalfeld-Rudolstadt
    16074, 16075 16074 Saale-Holzland-Kreis/Saale-Orla-Kreis
    16076, 16052, 16077 16076 Greiz/Gera, Stadt/Altenburger Land


    Abbildung A1: Regionalisierung SIAB-R 7519 (ao_region)

    Die Abbildung zeigt eine Deutschlandkarte mit den Grenzen der kreisfreien Städte und Landkreise. Darin werden die Kreise, die für das Merkmal „Arbeitsort – Kreisregion“ (ao_region) zusammengefasst werden, farblich markiert und die neuen Grenzen dieser Kreisregionen ausgewiesen. Eine tabellarische Übersicht der zu den Kreisregionen dazugehörigen Kreiskennziffern findet sich in Tabelle A9.

    A4 Auszählungen

    Auszählungen sowie Übersichten über die einzelnen Ausprägungen und Labels der Merkmale finden sich in gesonderten Dateien unter https://fdz.iab.de.

    A5 Abkürzungsverzeichnis 

    Abkürzung Beschreibung
    ALG Arbeitslosengeld
    ARGE       Arbeitsgemeinschaft
    ASU       Arbeitsuchendenhistorik
    A2LL Arbeitslosengeld II – Leistungen zum Lebensunterhalt
    BA Bundesagentur für Arbeit
    BeH Beschäftigtenhistorik
    BfA        Bundesversicherungsanstalt für Angestellte
    BG Bedarfsgemeinschaft
    BHP Betriebs-Historik-Panel
    coArb

    Computerunterstützte Arbeitsvermittlung

    (operatives Verfahren zur Verwaltung der Vermittlung (Altverfahren))

    DEÜV Verordnung über die Erfassung und Übermittlung von Daten für die Träger der Sozialversicherung – Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung
    DEVO Zweite VO über die Erfassung von Daten für die Träger der Sozialversicherung und für die BA – Datenerfassungs-Verordnung
    DIM Daten- und IT-Management
    DÜVO Zweite VO über die Datenübermittlung auf maschinell verwertbaren Datenträgern im Bereich der Sozialversicherung und der BA – Datenübermittlungs-Verordnung
    DWH Data Warehouse
    EDV Elektronische Datenverarbeitung
    FDZ Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit am IAB
    FELEG Gesetz zur Förderung der Einstellung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit
    gAw Träger mit getrennter Aufgabenwahrnehmung
    gE Gemeinsame Einrichtungen
    gT Getrennte Trägerschaft
    IAB Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
    IEB Integrierte Erwerbsbiografien
    LeH Leistungsempfängerhistorik
    LHG Leistungshistorik Grundsicherung
    LVA Landesversicherungsanstalt
    MTH Maßnahmeteilnahmehistorik
    NACE Nomenclature génerale des activités économiques dans les communautés européennes
    NUTS Nomenclature des unités territoriales statistiques
    SGB Sozialgesetzbuch
    SIAB Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien
    SUF Scientific Use File
    VerBIS Vermittlungs- und Beratungsinformationssystem
    XASU Arbeitsuchendenhistorik aus XSozial-BA-SGB II
    XMTH Maßnahmeteilnahmehistorik aus XSozial-BA-SGB II
    zkT Zugelassene kommunale Träger